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Nigerianer macht das halbe Dutzend voll: Darlington Omodiagbe — mehr Abstieg geht nicht

Nigerianer macht das halbe Dutzend voll : Darlington Omodiagbe — mehr Abstieg geht nicht

Wer ihn verpflichtet, braucht einen unerschütterlichen Glauben an die Stärke der eigenen Mannschaft. Und darf nicht abergläubisch sein. Denn Darlington Eglakhian Omodiagbe ist das personifizierte Abstiegsgespenst.

Mit dem SV Wacker Burghausen ist der Abwehrrecke aus Nigeria aus der 3. Liga abgestiegen - und setzte damit eine schier unheimliche Serie fort. Zum bereits sechsten Mal und mit sechs verschiedenen Vereinen musste der 35-Jährige eine Spielklasse nach unten verlassen.

Am Anfang stand der damalige Zweitligist FC Gütersloh 1999, seine erste fußballerische Station in Deutschland. Omodiagbe begann seine Profikarriere 1995 bei Port Harcourt Sharks in Nigeria. 1997 wechselte er nach Polen (Gdansk, Lodz), ehe er 1999 erstmals im deutschen Profifußball auftauchte. Im Heidewaldstadion von Gütersloh ging es aber direkt abwärts. 13 Spiele absolvierte er für den FCG und erzielte zwei Tore. Am Ende stand sein erster Abstieg.

Es folgten nach einigen Jahren die SpVgg Unterhaching (2007), der FC Carl Zeiss Jena (2008), der VfL Osnabrück (2009) und Rot Weiss Ahlen (2010). Und nun also Abstieg Nummer sechs mit dem SV Wacker Burghausen, mit dem er bereits 2011 sportlich abgestiegen war, aber durch die Insolvenz von Ahlen gerettet wurde.

Dennoch will Darlington Omodiagbe kein Abstiegsgespenst sein. "Nein, diesen Status weise ich von mir", sagte er einst im Interview des Magazins "11Freunde". Die Abstiege mit Osnabrück und Ahlen seien schließlich nur zustande gekommen, weil "anscheinend Teamkollegen unsere Spiele manipuliert haben."

Wie es nun mit dem Innenverteidiger weitergeht, ist offen. Noch zwei Spiele stehen für ihn mit Burghausen in der 3. Liga auf dem Programm. Am 30. Juni läuft dann sein Vertrag aus. Ob er dann seine Karriere fortsetzt und ein Verein ihn trotz des geringen Marktwertes von 75.000 Euro verpflichtet, erscheint fraglich. Denn als Glücksbringer taugt Omodiagbe nun wirklich nicht.

Es mag nur ein schwacher Trost für "Omo", wie er gerufen wird, sein. Aber er hat prominente Leidensgenossen — und das sogar in Deutschlands höchster Spielklasse. In Andreas Keim, Jürgen Rynio, Stephan Paßlack und Alexander Bade gibt es vier Ex-Profis, die bereits fünf Mal aus der Bundesliga abgestiegen sind. Das ist Rekord — aber eben nur im deutschen Fußball-Oberhaus..

(dpa)