Aufstieg 2018 des KFC Uerdingen: Der DFB hat sich blamiert

Kommentar zum Aufstieg des KFC Uerdingen : Blamage für den DFB

Der KFC Uerdingen darf mit reichlich Verspätung nun ganz offiziell den Aufstieg bejubeln. Verlierer des Dramas um die Drittligalizenz ist der DFB. Immerhin will der Verband Konsequenzen ziehen. Ein Kommentar.

Der größte deutsche Sportverband, der Deutsche Fußball-Bund, hat sich im Fall Uerdingen bis auf die Knochen blamiert. Ein ganzer Verein, ja eine ganze euphorisierte Stadt verharrten fünf Tage in einer Schockstarre. Und das, obschon ein einziger Anruf bei der hauseigenen Commerzbank genügt hätte, um die Bestätigung zu erhalten, dass der KFC Uerdingen am 29. Mai um 7.50 Uhr das Geld überwiesen hatte – rechtzeitig vor dem Ablauf der gesetzten Frist am gleichen Tag um 15.30 Uhr. Aufgrund einer internen Vereinbarung zwischen diesem Geldinstitut und dem DFB wurde diese Zahlung erst einen Tag später, am 30. Mai, gutgeschrieben.

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Um solch eine Lappalie zu klären, mussten ein elfköpfiger Ausschuss und mehrere Anwälte bemüht werden. Und weil den KFC an dieser Stelle keine vorwerfbare Schuld trifft, ist die Entscheidung vollkommen korrekt. Immerhin will der DFB aus der Causa Uerdingen lernen und ein spezielles Konto für derartige Zahlungen einrichten – mit taggenauer Wertstellung, und Fristen sollen künftig um Mitternacht enden.

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