Dritte Liga: Michael Frontzeck muss gehen - auch das war los

Trainerwechsel und Proteste : Das war am Wochenende in der dritten Liga los

Trainerwechsel beim 1. FC Kaiserslautern, Protestaktion gegen die Aufstiegsreform und Heimpatzer von Verfolger Preußen Münster: In der 3. Fußball-Liga ging es am Samstag hoch her.

Die Preußen unterlagen am 17. Spieltag gegen den Halleschen FC überraschend 1:2 (0:2) und rutschten auf Platz fünf ab. Marvin Ajani (23.) und Mathias Fetsch (31.) trafen für den HFC, der sich auf Platz vier verbesserte. Tobias Warschewski (78.) gelang nur noch das Anschlusstor für die Preußen. Tabellenführer VfL Osnabrück gastiert erst am Montag (19 Uhr/Telekom Sport) bei Hansa Rostock.

Aufsteiger KFC Uerdingen kam bei Energie Cottbus zu einem 2:0 (0:0) und belegt jetzt den zweiten Tabellenplatz, nur zwei Punkte hinter Osnabrück. Maximilian Beister (76.) und Maurice Litka (80.) erzielten die Tore für die Krefelder.

Dritter ist Ex-Bundesligist SpVgg Unterhaching nach dem 5:0 (2:0)-Kantersieg gegen die Roten Teufel am Freitagabend. Die Pleite der Pfälzer führte zur Trennung von Trainer Michael Frontzeck. Ein Nachfolger für den 54 Jahre alten Ex-Nationalspieler beim früheren Meister steht noch nicht fest.

"Die jüngsten Entwicklungen haben uns dazu bewogen, neue Impulse zu setzen", sagte Sport-Geschäftsführer Martin Bader: "Leider hat sich die Mannschaft am Freitag in keiner Weise so präsentiert, wie wir es von Spielern im FCK-Trikot erwarten."

Die SV Wehen Wiesbaden gewann 2:0 (2:0) gegen die Sportfreunde Lotte. Manuel Schäffler (26.) und Jules Schwadorf (44.) schossen die Wehener Tore. Aufsteiger 1860 München setzte sich daheim mit 2:0 (2:0) gegen den FSV Zwickau durch. Stefan Lex (16.) und Phillipp Steinhart (32., Handelfmeter) waren für die Löwen erfolgreich.

Schlusslicht Eintracht Braunschweig kam gegen den VfR Aalen zu einem 2:2 (0:1). Zehn Spiele in Folge sind die Niedersachsen damit ohne Sieg geblieben. Die Würzburger Kickers gewannen gegen Carl Zeiss Jena mit 5:2 (1:2).

Im Dauerstreit um die Aufstiegsreform in der Regionalliga hatten die Drittligisten auf dem Platz protestiert. Unter dem Motto "Stillstehen gegen den Stillstand" wollten alle Mannschaften nach dem Anpfiff der Partien für eine Minute die Füße stillhalten.

"Ohne uns rollt kein Ball und ohne uns kann die Zukunft der 3. Liga nicht gestaltet werden. Wir sagen hiermit: Stopp! So geht es nicht weiter", hatten die Vereine zuvor geschlossen betont. Die Drittligisten fordern eine schnellstmögliche Rückkehr zu drei Absteigern und eine alternativlose Erhaltung der Eingleisigkeit der 3. Liga.

(sid/sef)
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