Dritte Liga: Andre Schubert schlägt mit Eintracht Braunschweig Köln

Dritte Liga : Ex-Gladbacher Schubert und Braunschweig siegen wieder

Eintracht Braunschweig hat unter dem ehemaligen Gladbacher Trainer Andre Schubert den Abstand auf die Nichtabstiegsränge der Dritten Liga verkürzt. An der Tabellenspitze gaben zwei Teams punkte ab.

Der schwächelnde VfL Osnabrück verordnete sich spontan Aufbauhilfe, der ebenfalls patzende Karlsruher SC wertete die Derbypleite gegen den FCK als rechtzeitigen Wachrüttler. Das Führungsduo der 3. Fußball-Liga ist zum zweiten Mal nacheinander sieglos geblieben.

Nach der Nullnummer bei Preußen Münster und damit dem zweiten Spiel nacheinander ohne Tor und ohne Sieg setzte Spitzenreiter Osnabrück kurzfristig ein Testspiel am Sonntag gegen den SSV Jeddeloh II an. Das sei schon aller Ehren wert, meinte Trainer Daniel Thioune zu den Toren beim 7:1 seiner Mannschaft. Die jüngste Trefferflaute in der Liga ist es nicht. Und nur, weil der Karlsruher SC auch wieder schwächelte, wuchs der Vorsprung in der Liga auf vier Punkte.

Vor einer Woche nur ein 1:1 gegen den Abstiegskandidaten FC Carl Zeiss Jena, diesmal sogar die erste Niederlage nach elf Spielen. Umso schmerzvoller für den KSC, weil es im Südwestderby und vor heimischer Kulisse gegen den 1. FC Kaiserslautern ging. „Vielleicht ist es mal ganz gut, wenn man eine in die Fresse kriegt“, meinte Karlsruhes Trainer Alois Schwarz. Vor 17 901 Zuschauern verlor seine Mannschaft mit 0:1. Die bis dahin letzte Niederlage hatte der KSC ebenfalls daheim mit 2:5 gegen den SV Wehen Wiesbaden im vergangenen Oktober kassiert.

Das Team aus Hessen durfte sich auch an diesem Wochenende als Gewinner fühlen: Der SVW kletterte dank eines 2:1 bei der SpVgg Unterhaching vorbei am sieglosen Halleschen FC (0:0 daheim gegen die Sportfreunde Lotte) auf den dritten Platz. Beide Teams haben 42 Punkte, der KSC nur zwei mehr, nachdem Dominik Schad in der 76. Minute für die „Roten Teufel“ getroffen hatte.

„Der Sieg tut verdammt gut“, betonte FCK-Trainer Sascha Hildmann. „Das ist überragend. Allein für die Fans ist das einzigartig, wir haben Vieles wieder gut gemacht. Ein richtig geiler Derby-Sieg. Wir können heute feiern, morgen feiern, aber dann geht’s nächste Woche weiter“, meinte Angreifer Christian Kühlwetter beim SWR.

Aufs nächste Mal muss auch Norbert Meier setzen. Als neuer Coach des KFC Uerdingen wartet der ehemalige Bundesliga-Profi weiter auf den ersten Sieg. Bei der nach wie vor auch vom Abstieg bedrohten SG Sonnenhof Großaspach verlor Aufsteiger KFC mit 2:3, der Kontakt zu den Aufstiegsrängen droht bei weiterhin 38 Punkten etwas abzureißen.

Im Kampf gegen den Abstieg setzte Eintracht Braunschweig seinen Trend in diesem Jahr fort. Mit dem 3:1 bei Fortuna Köln und somit dem dritten Sieg in den vergangenen vier Spielen verkürzte der Zweitliga-Absteiger den Rückstand auf die Rheinländer auf dem ersten Nichtabstiegsrang auf drei Punkte. Mit 23 Zählern liegt Braunschweig auf dem vorletzten Platz, nach Punkten gleichauf mit Energie Cottbus auf dem 17. Rang. Die Lausitzer unterlagen beim SV Meppen mit 0:3, haben aber noch ein Spiel weniger bestritten.

Eine Niederlage (0:2) kassierte auch Jena am Sonntag im Ostderby beim FSV Zwickau und wartet damit seit fünf Spielen - vier nacheinander Remis - auf einen Sieg. Im Mittelfeldduell setzte sich der FC Hansa Rostock mit 2:0 bei den Würzburger Kickers durch, für die Gastgeber war es die erste Niederlage nach drei Siegen in Serie.

(sef/dpa)
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