32 statt 6 Teams in Planung: DFL will Liga-Pokal aufstocken

32 statt 6 Teams in Planung: DFL will Liga-Pokal aufstocken

München/Düsseldorf (rpo). Die Deutsche Fußball Liga (DFL) plant eine deutliche Ausweitung des Liga-Pokals. Laut "Süddeutscher Zeitung" gibt es Pläne für den Wettbewerb vor Bundesligabeginn, wonach vom kommenden Jahr an mit 18 Erstliga- und 14 Zweitligateams gespielt werden soll.

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p class="text"><P>München/Düsseldorf (rpo). Die Deutsche Fußball Liga (DFL) plant eine deutliche Ausweitung des Liga-Pokals. Laut "Süddeutscher Zeitung" gibt es Pläne für den Wettbewerb vor Bundesligabeginn, wonach vom kommenden Jahr an mit 18 Erstliga- und 14 Zweitligateams gespielt werden soll.

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p class="text">Die Deutsche Fußball-Liga (DFL) will den Liga- Pokal zu einem attraktiven und vollwertigen Wettbewerb mit 32 Teams ausbauen. Ziel der Reform ist, neue Einnahmequellen zu erschließen und ein reizvolles Produkt für das Fernsehen zu schaffen. "Dies ist ein Gedankenmodell, das den Charme hätte, die 1. und 2. Liga einzubinden", bestätigte DFL-Geschäftsführer Heribert Bruchhagen am Dienstag auf dpa-Anfrage Überlegungen, die durch einen Bericht der "Süddeutschen Zeitung" bekannt wurden. Nach dem englischen Vorbild könnten danach von der Saison 2004/2005 an mit dem DFB-Pokal zwei Cup-Wettbewerbe parallel ausgespielt werden.

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p class="text">"Die Spiele des Liga-Pokals sollen in den Lücken im Sommer und Winter ausgetragen werden. Sie wären damit eine attraktive Vorbereitung auf Hin- und Rückrunde", erläutert Bruchhagen das von ihm entwickelte Modell mit 18 Erst- und 14 Zweitliga-Clubs. Während die ersten beiden Runden in Hin- und Rückspiel ausgespielt werden sollen, würden die restlichen Partien im K.o.-System gespielt. "Die Belastung ist da nicht so dramatisch", meinte Bruchhagen angesichts der Diskussion über die Überbeanspruchung der Profis. Um den Reiz noch zu erhöhen, werde überlegt, einen UEFA-Cup-Platz für den Liga- Cup-Sieger auszuloben: "Dadurch würde noch mehr Musik reinkommen."

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p class="text">Da bisher nur die besten Sechs der Bundesliga den 1997 eingeführten Wettbewerb bestreiten, der in diesem Jahr vom 16. bis 28. Juli veranstaltet wird, hat die DFL bei den großen Clubs bereits die mögliche Akzeptanz sondiert. "Da war keine Ablehnung zu spüren", berichtete Bruchhagen von seinen Vorgesprächen mit Uli Hoeneß (FC Bayern München), Rudi Assauer (FC Schalke 04), Michael Meier (Borussia Dortmund) oder Wolfgang Holzhäuser (Bayer 04 Leverkusen).

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p class="text">Hitzfeld warnt vor zu großer Belastung

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p class="text">Ottmar Hitzfeld vom FC Bayern München warnte zwar vor einer zu großen Terminbelastung, äußerte sich aber grundsätzlich positiv. Man müsse erst Details kennen, so der Coach des deutschen Meisters und viermaligen Liga-Cup-Gewinners. "Zu viele Spiele wären sicherlich nicht gut. Aber ein, zwei Spiele mehr - das würde schon gehen." Der Liga-Pokal an sich sei "eine gute Sache. Es ist immer unser Ziel, ihn zu gewinnen."

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p class="text">In die richtige Richtung geht die DFL-Initiative nach Auffassung von Leverkusens Geschäftsführer Holzhäuser. "Der Fußball muss sich telegener darstellen", sagte das DFL-Vorstandsmitglied, "wenn wir bei den Lizenzverhandlungen mit den Fernsehanstalten einen strategischen Preis erzielen wollen, müssen wir auch mehr bieten." Befürworter des Reformkonzepts ist auch BVB-Manager Meier, der in dem neu gestalteten Liga-Cup einen "Solidarbeitrag für die ganze Liga" sieht, weil alle Vereine an den Erlösen beteiligt würden. Konflikte über die künftige Verteilung der TV-Gelder aus der Bundesliga ließen sich so leichter lösen. Zumal es im kommenden Jahr einen starken Einbruch bei den Einnahmen aus der Vergabe der Fernsehrechte geben wird: Statt der mit KirchMedia vor deren Insolvenz ausgehandelten 460 Millionen Euro erhalten die Bundesligen in der Saison 2003/2004 nur 290 Millionen.

Die DFL will den Liga-Pokal-Plan vor dem Pokalfinale am 31. Mai in Berlin den Vertretern der öffentlich-rechtlichen Fernsehsender unterbreiten. ARD und ZDF wollten sich zunächst offiziell nicht ausführlich dazu äußern. Grundsätzlich seien neue Ideen gut, hieß es dazu am Dienstag beim ZDF. Es sei alles eine Frage des Preises.

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