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Uwe Seeler kämpft im TV mit seinem Handy

Anruf bei der Halbzeitanalyse : Uwe Seeler kämpft im TV mit seinem Handy

Uwe Seeler sorgt sich um seinen HSV. Das ist quasi ein Dauerzustand. "Uns Uwe" sorgte aber als TV-Experte während der Halbzeitpause des DFB-Pokal-Viertelfinals zwischen dem Hamburger SV und dem FC Bayern München (0:5) jedoch unfreiwillig für Gelächter an den TV-Bildschirmen – mit seinem Handy.

Uwe Seeler sorgt sich um seinen HSV. Das ist quasi ein Dauerzustand. "Uns Uwe" sorgte aber als TV-Experte während der Halbzeitpause des DFB-Pokal-Viertelfinals zwischen dem Hamburger SV und dem FC Bayern München (0:5) jedoch unfreiwillig für Gelächter an den TV-Bildschirmen — mit seinem Handy.

Alles fing ganz normal an. Seeler analysierte tief besorgt den Zustand seines Hamburger SV und äußerte Kritik an den Führungsgremien des taumelnden Bundesligisten. "Man sagt, das Wichtigste ist die Mannschaft auf dem Platz. Aber die Mannschaft dahinter ist genauso wichtig, und die haben wir im Moment nicht", sagte Seeler den ARD-Moderatoren Reinhold Beckmann und Mehmet Scholl.

Zur Hängepartie um eine mögliche Verpflichtung von Felix Magath und eine Ablösung von Trainer Bert van Marwijk wollte er sich nicht äußern. Wichtig sei nur der Abstiegskampf. "Viel Zeit haben wir nicht mehr. Wir müssen punkten", sagte er.

Alles soweit normal, nichts Überraschendes. Doch dann ertönt plötzlich die bekannte Handy-Melodie eines finnischen Handy-Herstellers im TV-Studio. Seeler beginnt aufgeregt an der Brusttasche seines Jackets zu nesteln, es ist sein Handy, das hier gerade klingelt. Live im Fernsehen. Seeler ist die Situation sichtlich unangenehm, Beckmann frohlockt: "Felix ruft an. Geh ruhig ran, Uwe. Wir haben Zeit."

Sekunden vergehen, dann hat der 77 Jahre alte Seeler endlich sein Handy in der Hand. "Wie peinlich, ich mache es sofort aus", sagt der frühere Nationalstürmer. Obwohl Beckmann sagt, er könne ruhig telefonieren, erwischen Seelers Finger die richtigen Tasten und lassen das Gerät verstummen. Genau zum richtigen Zeitpunkt, denn die Mannschaften kommen zurück auf den Rasen. Die Übertragung geht weiter, daheim in den Wohnzimmern lächeln die Menschen über Seelers Handy-Missgeschick.

Die Hamburger, die zur Pause noch 0:2 zurücklagen, verlieren das Spiel 0:5. Seelers Sorgen um den HSV dürften nicht kleiner geworden sein.

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(can)