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Frauen-Fußball: Turbine Potsdam gewinnt den DFB-Pokal

Frauen-Fußball : Turbine Potsdam gewinnt den DFB-Pokal

Berlin (rpo). Die Damen von Turbine Potsdam haben den Titel-Hattrick im DFB-Pokal perfekt gemacht. Sie schlugen im insgesamt 26. Frauen-Finale im Berliner Olympia-Stadion den Dauerrivalen 1. FFC Frankfurt deutlich mit 2:0. Die beiden Treffer erzielten Isabel Kerschowski und Petra Wimbersky.

Turbine wahrte damit seine Chance auf das Triple. Dagegen hat sich für die Frankfurterinnen nach der dritten Niederlage im achten Endspiel in Serie der Traum von der "perfekten Saison" mit Meistertitel, Pokal- und UEFA-Cup-Sieg zerschlagen. Mitte Mai spielen beide Teams das UEFA-Cup-Endspiel aus und treffen zudem im entscheidenden Bundesliga-Spiel aufeinander.

Vor rund 30.000 Zuschauern, darunter Bundespräsident Horst Köhler, Bundeskanzlerin Angela Merkel sowie die beiden DFB-Präsidenten Theo Zwanziger und Gerhard Mayer-Vorfelder, entschieden die zwei Minuten zuvor eingewechselte "U19"-Nationalspielerin Isabel Kerschowski (79.) und Petra Wimbersky (82.) mit einem Doppelschlag das Finale.

Der Bundesliga-Tabellenführer aus Potsdam konnte auf die zuletzt verletzten Conny Pohlers sowie Inken Becher zurückgreifen und lief in Bestbesetzung auf. Auf Seiten der Frankfurterinnen machte sich der Ausfall der verletzten Stammkräfte Pia Wunderlich und Sarah Günther sowie der Rot-gesperrten dreimaligen Weltfußballerin Birgit Prinz zunächst nicht bemerkbar. Das Team von Hans-Jürgen Tritschoks erspielte sich anders als bei der 2: 6-Heimpleite vor zwei Wochen in der Liga schnell ein Übergewicht im Mittelfeld und kam zu einigen Torchancen. Die größte Möglichkeit vergab Prinz-Ersatz Sandra Albertz nach einem schönen Rückpass ihrer Sturmpartnerin Sandra Smisek.

Von dem angekündigten Sturmlauf der "Tor-Bienen", mit 105 Treffern die torhungrigste Mannschaft der Liga, war zunächst nichts zu sehen. Lediglich in der 30. Minute blitzte das Offensivpotentzial der Brandenburgerinnen auf, als Nationalspielerin Wimbersky nach Zuspiel von Turbine-Spielführerin Ariane Hingst den Ball an die Latte schoss.

"Die Mädels machen das bislang sehr gut. Unser Konzept ist aufgegangen, wir wollten Potsdam sehr früh stören", sagte Nationalspielerin Prinz in der Halbzeitpause über das Spiel ihrer Kolleginnen. Hingegen drückte Bundeskanzlerin Angela Merkel dem Team von Trainer Bernd Schröder die Daumen: "Als Brandenburgerin schlägt mein Herz natürlich für Potsdam."

Im zweiten Spielabschnitt neutralisierten sich beide Teams und kamen nur noch selten vors gegnerische Tor. Eine gute Möglichkeit vergab die zuletzt überragende Torjägerin der Potsdamerinnen, Conny Pohlers (33 Liga-Treffer), die jedoch an der holländischen Rekordnationaltorhüterin Marleen Wissink aus sieben Metern scheiterte.

Bei Frankfurt wussten Abwehrchefin Steffi Jones mit ihrem guten Stellungsspiel und Linksverteidigerin Katrin Kliehm zu überzeugen. Auf Seiten der Potsdamerinnen boten Torhüterin Nadine Angerer sowie Mittelfeldakteurin Hingst eine starke Partie.

Potsdam: Angerer - Carlson (64. Thomas), Becher, Kuznik - Omilade, Peter, Hingst, Zietz - Mittag (90. Podvorica), Pohlers (78. Isabel Kerschowski), Wimbersky. - Trainer: Schröder

Frankfurt: Wissink - Affeld (88. Bartusiak), Tina Wunderlich, Jones, Kliehm - Garefrekes, Lingor, Hansen, Künzer - Smisek (79. Barucha), Albertz (68. Weber). - Trainer: Tritschoks

Schiedsrichterin: Kunick (Lissa)

Tore: 1:0 Kerschowski (79.), 2:0 Wimbersky (82.)

Zuschauer: 30.000

Beste Spielerinnen: Hingst, Angerer - Jones, Kliehm

Gelbe Karte: Zietz

Hier geht es zur Bilderstrecke: Potsdam holt den Pott

(sid)