Der Pokalkracher in Berlin: "Titan" Kahn warnt vor Sturzflug-BVB

Der Pokalkracher in Berlin : "Titan" Kahn warnt vor Sturzflug-BVB

Berlin (RPO). Vom Papier her ist das DFB-Pokal-Finale eine klare Sache. Vor einer Woche kloppte Bayern München eine völlig indisponierte Dortmunder Borussia ungespitzt mit 5:0 in den Boden. Insbesondere Bayern-"Titan" Oliver Kahn warnt auf dem Weg zum "Triple" aber vor dem angeschlagenen Gegner.

Die einen befinden sich im ungebremsten Höhenflug, die anderen im Tal der Tränen. Für die einen ist es der erste Schritt auf dem Weg zum historischen Triple, für die anderen die letzte Chance, eine völlig verkorkste Saison doch noch zu einem halbwegs versöhnlichen Ende zu bringen. Wenn am Samstag (20.00 Uhr/LIVE!-Ticker) der deutsche Rekord-Champion Bayern München im 65. DFB-Pokal-Finale in Berlin auf Borussia Dortmund trifft, könnten die Voraussetzungen unterschiedlicher nicht sein.

Selbst die Trainer der beiden Klubs trennen derzeit Welten. Während sich für Ottmar Hitzfeld auf seiner Abschiedstournee durch Deutschland beim "Traumfinale" gegen seinen Ex-Klub der Kreis schließt und sich der 59-Jährige ein Denkmal setzen kann, steht der angeschlagene BVB-Coach Thomas Doll vor einer ungewissen Zukunft. Ein weiterer Misserfolg im Endspiel gegen die klar favorisierten Münchner könnte die Situation in Dortmund eskalieren lassen.

Doch trotz oder vielleicht gerade wegen der angespannten Lage beim BVB warnen Hitzfeld und Kapitän Oliver Kahn das Münchner Starensemble, das am vergangenen Sonntag den BVB mit 5:0 deklassiert hat, eindringlich vor Überheblichkeit.

"Dieses Spiel wird von Spannung und Dramatik geprägt sein. Das wird sicher ein ganz anderes und schwieriges Spiel", sagte Hitzfeld, fügte aber angesichts der Verfassung seiner Truppe auch gelassen an: "Wir haben noch mehr Selbstvertrauen."

Kahn mahnte vor seiner siebten Finalteilnahme und dem möglichen sechsten Erfolg, dass es ihm seit dem 3:1-Erfolg am Mittwoch in der Liga in Frankfurt im Training fast zu locker und zu lustig gewesen sei: "Das ist ein Alarmzeichen. Es wird für uns noch gefährlicher."

Dortmund: Ziegler (Höttecke) - Rukavina, Hummels, Wörns, Dede - Kehl - Blaszczykowski, Kringe - Tinga - Frei, Petric. - Trainer: Doll

Schiedsrichter: Knut Kircher (Rottenburg)

(sid)