Zwölf Festnahmen, zwei Verletzte: Münchner Derby "schlimm wie lange nicht"

Zwölf Festnahmen, zwei Verletzte : Münchner Derby "schlimm wie lange nicht"

München (RPO). Zwölf Festnahmen, vier Löwen-Fans in Gewahrsam, drei eingeschlagene U-Bahn-Scheiben und zwei Verletzte - so lautet die Bilanz des Münchner Derbys im DFB-Pokal. Während des Duells zwischen Bayern München und 1860 München (1:0 n.V.) blieb es ruhig, und auch nach der Begegnung kam es nicht zu Zwischenfällen. Vor dem Spiel hatte die Polizei jedoch alle Hände voll zu tun. "So schlimm war es lange nicht mehr", sagte Polizeisprecher Wolfgang Wenger.

Die Sicherheitskräfte waren mit über 400 Beamten im Einsatz und hielten die rivalisierenden Fangruppen vor dem Spiel getrennt. Dennoch kam es zu Rangeleien, als einige der Fans auf die Polizei losgingen.

Vier Löwen-Anhänger wurden dabei wegen Missachtung von Platzverweisen in Gewahrsam, zwei weitere festgenommen - einer nach einem Flaschenwurf, der zweite wegen einer Bierattacke.

Beim Transport der 1860-Fans mit der U-Bahn zum Stadion wurden drei Scheiben in drei verschiedenen Zügen zerstört, ein Löwen-Fan verletzte sich dabei leicht an der Hand und wurde festgenommen. Eine Angestellte der U-Bahnwache wurde von einem Bayern-Fan durch Schläge ins Gesicht verletzt. Der Täter wurde ebenso festgenommen und angezeigt wie ein weiterer, flaschenwerfender Bayern-Fan.

Trotz der zahlreichen Zwischenfälle fiel die erste Bilanz der Polizei am Donnerstag positiv aus. "Fazit: Das Konzept der Münchner Polizei, vor dem Spiel ein Aufeinandertreffen der beiden verfeindeten Utra-Gruppierungen zu verhindern, ging auf", hieß es in einer Erklärung.

Bayern München hatte dank eines Elfmeter-Tores von Franck Ribery in letzter Sekunde die größtmögliche Blamage abgewendet und das Halbfinale im DFB-Pokal erreicht. Durch den ersten Erfolg in der heimischen Arena gegen die Löwen darf der 13-malige Pokalsieger weiterhin auf das Titel-Triple hoffen.

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(sid)