Krawalle im DFB-Pokal: Hansa Rostock zieht erste Konsequenzen

Krawalle im DFB-Pokal: Rostock zieht erste Konsequenzen

Nach den schweren Ausschreitungen beim Pokalspiel gegen Hertha BSC (0:2) hat Drittligist Hansa Rostock erste Konsequenzen gezogen. Bis auf Weiteres werden sämtliche Arbeitskarten und Durchfahrtsbescheinigungen für die aktive Fanszene im Bereich der Südtribüne entzogen.

Zudem werden keine Fanordner auf der Südtribüne mehr eingesetzt, künftig wird der reguläre Ordnungsdienst diese Aufgabe übernehmen. Darüber hinaus wird ein Fancontainer auf dem Parkplatz Süd entfernt. Das hat der Vorstand in Abstimmung mit dem Aufsichtsrat beschlossen.

"Zudem werden alle sicherheitsrelevanten Prozesse und Abläufe einer internen und auch externen Überprüfung unterzogen", hieß es in einer Mitteilung: "Hansa Rostock distanziert sich ganz klar von Gewalt und Vandalismus im Stadion."

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Mit Beginn der zweiten Halbzeit, die von Schiedsrichter Robert Hartmann (Wangen) zweimal unterbrochen werden musste, war in der Rostocker Fankurve ein im Jahr 2014 gestohlenes Hertha-Banner durch Vermummte verbrannt worden. Auch Sitzschalen und Fanschals gerieten in Brand und mussten durch Ordnungskräfte unter Polizeischutz gelöscht werden. Im Hertha-Block wurde Pyrotechnik gezündet. Ein Geschoss schlug gar in der Hansa-Kurve ein.

(sid)