Kommentar zum Verhalten des FC Bayern München nach DFB-Pokal-Finale gegen Eintracht Frankfurt

Kommentar zum Verhalten des FC Bayern : Kein Zeichen von Größe

Zu einem großen Verein gehört es, auch in Zeiten der Niederlage Größe zu zeigen. Der FC Bayern München ist ohne Frage ein großer Verein, hat nach der Niederlage im DFB-Pokal-Finale gegen Eintracht Frankfurt diese Größe vermissen lassen.

Als die Eintracht den DFB-Pokal von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier überreicht bekam, waren bis auf Manuel Neuer, Tom Starke und Hasan Salihamidzic alle Münchner schon in der Kabine. Sandro Wagner soll auf dem Weg dorthin sogar seine Silbermedaille ins Publikum geworfen haben. Das zeigt, wie wenig sie ihm wert ist.

Dass die Bayern nach dem Spiel – inklusive nicht gegebenen Elfmeter in der Nachspielzeit – enttäuscht und wütend waren, ist verständlich. Und dem Sieger beim Feiern zuzuschauen ist niemals schön. Es gibt auch keine Regel, laut der die Verlierer auf dem Rasen bleiben und dem Gewinner Spalier stehen müssen.  Jupp Heynckes sprach nach dem Spiel von einem Missverständnis. Es habe ihm niemand gesagt, dass die Bayern draußen bleiben sollten.

Aber das sollte auch nicht nötig sein. Es sollte selbstverständlich sein, dass der Verlierer der Siegerehrung beiwohnt. Es wäre ein Zeichen von Respekt und Anerkennung. Und dem Gegner in der Stunde der Niederlage Respekt und Anerkennung zu zollen ist ein Zeichen von Größe. Das haben die Bayern vermissen lassen.

(RP)
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