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Kevin Großkreutz pinkelte gegen Säule in der Hotel-Lobby

Nach DFB-Pokal-Finale : Großkreutz pinkelte an Säule in Hotel-Lobby

Erst die Döner-Affäre in Köln, nun die öffentliche Pinkelpause in Berlin: Kevin Großkreutz ist erneut durch sein Benehmen aufgefallen. Nach dem verlorenen DFB-Pokal-Finale gegen den FC Bayern München hat der Spieler von Borussia Dortmund in einer Hotel-Lobby gegen einen Pfeiler uriniert.

Das berichtet die "Bild"-Zeitung und beruft sich auf Augenzeugen. Demnach habe er in der Lobby des Berliner Hotels "Berlin, Berlin", in dem Angestellte des BVB und Freunde der Spieler untergebracht waren, volltrunken gegen eine Säule gepinkelt. Zuvor habe Trainer Jürgen Klopp im Klub "Kraftwerk" seinen Spielern erlaubt, über die Stränge zu schlagen, nachdem sie das Endspiel 0:2 nach Verlängerung verloren hatten. Großkreutz war am 0:1 durch Arjen Robben direkt beteiligt, da er einen Abwurf von Torwart Roman Weidenfeller nicht angenommen hatte.

Von der neuerlichen Entgleisung des 25-Jährigen erfuhren Bundestrainer Joachim Löw und Manager Oliver Bierhoff erst nach der Anreise im WM-Trainingslager in Südtirol. "Oliver Bierhoff und ich haben ein ernstes Gespräch mit Kevin geführt", sagte Löw. Nationalspieler seien in ganz besonderem Maße Vorbilder, auch neben dem Platz.

Ähnlich äußerte sich Oliver Bierhoff. "Wir haben mit Kevin gesprochen und ihm noch einmal ganz klar gesagt, was wir von einem Nationalspieler erwarten. Er trägt Verantwortung, er muss sich seiner Vorbildfunktion auf und neben dem Platz bewusst sein. So etwas darf nicht passieren", sagte der Nationalmannschaftsmanager dem Kölner Express: "Er hat sich bei uns entschuldigt und sagte, dass er maßlos enttäuscht war über das verlorene Pokalfinale in Berlin mit Borussia Dortmund. Diese Niederlage hat ihn sehr mitgenommen. Ich weiß, dass der BVB auch schon entsprechend reagiert hat. Bei uns hält er sich an die Regeln, er ist noch jung und muss lernen, manchmal sein Temperament, seine Impulsivität, also genau die Eigenschaften, die ihn beim Fußballspielen ausmachen, außerhalb des Feldes besser zu kontrollieren. Das Thema ist nun erledigt, unsere volle Konzentration gilt der Vorbereitung auf die WM."

Die Dortmunder sollen ihm eine Geldstrafe aufgebrummt haben. Im Gespräch mit der "Bild"-Zeitung entschuldigte sich Großkreutz für sein Verhalten. "Ich war total frustriert nach dem Spiel, wir hatten uns so viel vorgenommen, wollten unbedingt den Pott holen", sagte er. "Ich hatte einen Blackout, es tut mir leid."

Erst zu Beginn des Monats war Großkreutz durch die sogenannte Döner-Affäre in die Schlagzeilen geraten. Er wurde von einem Fan des 1. FC Köln wegen Körperverletzung angezeigt, da er ihn mit einem Döner beworfen haben soll. Großkreutz, der am besagten Abend mit seinem Dortmunder Teamkollegen Julian Schieber in Köln unterwegs war, hat den Döner laut eigener Aussage nur auf den Boden geworfen. "Ich habe die Situation als beleidigend wahrgenommen. Natürlich hätte ich den Döner in der Öffentlichkeit besser nicht auf den Boden geworfen", sagte er dem "Express".

(spol)