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Wegen Beleidigung: Kahn gegen St. Pauli gesperrt

Wegen Beleidigung : Kahn gegen St. Pauli gesperrt

München (rpo). Ohne Torhüter Oliver Kahn startet Bayern München in den diesjährigen DFB-Pokal. Die Nummer eins des Rekordmeisters wurde nachträglich vom Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) gesperrt und wird damit seiner Mannschaft im Spiel gegen den FC St. Pauli nicht zur Verfüngung stehen.

Wie der Verein am Donnerstag mitteilte, wurde der ehemalige Nationalkeeper vom Sportgericht wegen Beleidigung der Fans von Eintracht Frankfurt beim Pokalfinale der vergangenen Saison für ein Spiel gesperrt und muss zudem 5.000 Euro Strafe zahlen.

Bei dem 1:0-Erfolg der Münchner soll Kahn auf Schmährufe der gegnerischen Fans mit einem deftigen Schimpfwort reagiert haben. Der 37-Jährige bestreitet dies zwar, akzeptierte aber wie der FC Bayern die Strafe. Als Ersatz wird nun Michael Rensing zwischen den Pfosten stehen.

Am Donnerstagabend erläuterte Rainer Koch, der Vorsitzende des DFB-Sportgerichts, in der DSF-Sendung "Bundesliga Aktuell", warum das Urteil erst jetzt bekannt wurde. "Hier war ein absoluter Ausnahmefall gegeben", sagte Koch.

Da Kahn zum deutschen Kader für die Weltmeisterschaft zählte, wollte man durch eine Veröffentlichung nicht für unnötige Unruhe während der WM-Vorbereitung sorgen. Gleichzeitig machte Koch aber auch deutlich, dass es keine Verpflichtung für eine öffentliche Bekanntmachung gebe, sondern lediglich Spieler und Verein informiert werden müssten.

(afp2)