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DFB-Pokal: Sechs Mal gewechselt - VfL Wolfsburg droht gegen Preußen Münster Pokal-Aus

Sechs Spieler getauscht : Wolfsburg droht Pokal-Aus nach peinlichem Wechselfehler

Mark van Bommel, neuer Trainer des VfL Wolfsburg, hat beim Sieg gegen Preußen Münster im DFB-Pokal sechs Spieler ausgewechselt – erlaubt sind aber nur fünf. Jetzt könnte das Spiel nachträglich gegen den Fußball-Bundesligisten gewertet werden.

Ein peinlicher Wechselfehler des neuen Trainers Mark van Bommel kann Fußball-Bundesligist VfL Wolfsburg den Einzug in die zweite Runde des DFB-Pokals kosten. Beim glücklichen 3:1 (1:1, 0:0) nach Verlängerung beim Regionalligisten Preußen Münster nahm der Niederländer nach drei Wechseln in der regulären Spielzeit weitere drei Wechsel in der Verlängerung vor.

Das erlauben die Statuten des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) jedoch nicht. Laut einem Bericht des kicker vermerkte Schiedsrichter Christian Dingert den Wechselfehler im Spielbericht. Der VfL wollte sich auf SID-Anfrage am Sonntagabend zu dem Vorfall nicht mehr äußern.

Münster kann nun Protest gegen die Wertung des Spiels einlegen. "Ja, es ist uns bewusst, dass Wolfsburg sechsmal gewechselt hat. Wir werden das intern besprechen und entscheiden, ob und wie wir dagegen vorgehen", sagte Manager Peter Niemeyer.

In den Durchführungsbestimmungen des DFB heißt es, dass "auch in der kommenden DFB-Pokalsaison fünf Auswechselungen möglich" sind und unter Paragraf 31, Punkt 3a geht es wie folgt weiter: "Während des Spieles dürfen fünf Spieler ausgetauscht werden. Eine darüber hinaus gehende zusätzliche Auswechslung bei Spielen mit Verlängerung ist nicht zulässig."

Laut kicker hatten sich die Wolfsburger während des Spiels beim Vierten Offiziellen erkundigt, ob ein weiterer Wechsel erlaubt sei. Coach van Bommel erklärte gegenüber der Bild, dass er sich beim Vierten Offiziellen erkundigt habe, ob er den sechsten Wechsel vornehmen dürfe: "Ich habe mit dem Schiri darüber gesprochen." Bei der EM war ein zusätzlicher sechster Wechsel in der Verlängerung noch erlaubt.

Dabei wäre der Champions-League-Teilnehmer auch sportlich fast ausgeschieden. Innenverteidiger Marcel Hoffmeier erzielte nach einer Ecke die überraschende Führung für den lange Zeit starken Viertligisten (74.). Josip Brekalo glich für den enttäuschenden Pokalsieger von 2015 erst in der 90. Minute aus. Torjäger Wout Weghorst (103.) und Ridle Baku (120.+1) trafen in der hitzigen Verlängerung vor 6703 Zuschauern zum Zittersieg für die über weite Strecken enttäuschenden Gäste.

(kron/SID)