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DFB-Pokal: Modeste schießt den 1. FC Köln gegen Stuttgart weiter

Super-Joker sticht : Modeste schießt den 1. FC Köln gegen Stuttgart weiter

Der 1. FC Köln steht im Achtelfinale des DFB-Pokals und kann sich bei seinem Stürmer Anthony Modeste bedanken. Er traf nach seiner Einwechslung gegen den VfB Stuttgart.

Super-Joker Anthony Modeste hat den 1. FC Köln in einem engen Pokalfight beim VfB Stuttgart mit seinem nächsten Doppelpack ins Achtelfinale geschossen. Die Geißbock-Elf rang lange Zeit gleichwertige Schwaben im 100. Pflichtspiel-Duell beider Klubs dank des brandgefährlichen Franzosen mit 2:0 (0:0) nieder. Modeste traf wenige Sekunden nach seiner Einwechslung zur Führung (72.) und sorgte auch für die Entscheidung (77.).

Der FC und Modeste, der schon in der Liga in Leverkusen doppelt getroffen hatte und jetzt bei acht Pflichtspieltreffern steht, nehmen jede Menge Selbstvertrauen in die schwere Liga-Aufgabe bei Borussia Dortmund. Bei Stuttgart dagegen kehrt nach zuletzt vier Partien ohne Pleite wieder Ernüchterung ein.

"Anthony ist nicht der entscheidende Mann - entscheidend ist die Mannschaft mit der Leistung. Er hat sie über die Ziellinie gebracht", sagte FC-Trainer Steffen Baumgart: "Er arbeitet viel, hat Spaß. Was ihm zugute kommt, ist, dass wir weit vorne attackieren."

Der Coach machte seine Ankündigung der Total-Rotation wahr: Der FC-Trainer brachte gleich acht frische Kräfte, nur Kapitän Jonas Hector, Dejan Ljubicic und Salih Özcan behielten ihren Platz in der Startelf. Dem Kölner Spiel tat das nicht nur gut, die Gäste brauchten recht lange, um sich zu finden.

Der VfB muss sich vorwerfen lassen, dies nicht genutzt zu haben. Von einer frühen Chance durch Chris Führich (6.) abgesehen, fehlte es den Schwaben trotz recht gefälliger Spielanlage im letzten Drittel an Durchschlagskraft und der nötigen Präzision. Köln stellte das Zentrum immer wieder gut zu, und auch über die Außen sorgte der VfB zu selten für Gefahr.

Der torgefährliche VfB-Verteidiger Konstantinos Mavropanos (44.) scheiterte bei der besten Gelegenheit am Kölner Keeper Marvin Schwäbe. Die Geißbock-Elf sorgte ihrerseits trotz zunehmender Spielkontrolle kaum für Aufreger; der Schuss von Jan Thielmann (45.) war leichte Beute für Ersatztorwart Fabian Bredlow.

Mit Anpfiff der zweiten Hälfte versuchte Baumgart, seine bis dahin harmlose Offensive mit der Hereinnahme von Mark Uth zu beleben. Dadurch änderte sich die Statik des Spiels, endlich gab es auf beiden Seiten echte Chancen. Schwäbe ermöglichte die erste, als er einen Schuss von Mateo Klimowicz (48.) durch die Beine flutschen ließ - ins Toraus.

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Mit zunehmender Spielzeit wurde die Begegnung hitziger, Schiedsrichter Deniz Aytekin rief Spieler wie Verantwortliche zur Räson. Dann griff Baumgart erneut entscheidend ins Geschehen ein, als er Modeste brachte. Der staubte nach einem Schuss von Uth zunächst zum 0:1 ab. Über Uth fiel auch das 0:2. Er bediente Thielmann, dessen Hereingabe Modeste unter die Latte knallte.

(dör/SID/dpa)