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DFB-Pokal: Der FC Schalke kann doch noch gewinnen – 4:1 im Nachholspiel gegen Schweinfurt

4:1 gegen Schweinfurt : Der FC Schalke kann doch noch gewinnen

Neun Monate ohne Sieg sind eine lange Zeit. Im Nachholspiel des DFB-Pokals war es nun soweit: Zwar lag der FC Schalke zunächst gegen den Viertligisten zurück und Torwart Fährmann musste einen Elfmeter parieren, hintenraus setzten sich die Schalker aber klar durch.

Lange erschreckend schwach gespielt, aber endlich gewonneEs war lange eine Quälerei. Aber Schalke 04 hat im DFB-Pokal gegen den Viertligisten Schweinfurt 05 endlich mal wieder ein Spiel gewonnen.

Gelsenkirchen (SID) Für Freude nahm sich Manuel Baum keine Sekunde Zeit. Nach dem erquälten ersten Sieg seit 273 Tagen lief der Trainer von Schalke 04 auf den Platz, um mit seinen Spielern angeregt Laufwege zu diskutieren. Die Vorbereitung auf das eminent wichtige Liga-"Endspiel" beim FSV Mainz 05 begann sofort.

Es war nicht schön, es war lange keineswegs überzeugend. Der Gegner war auch nur ein Viertligist. Aber immerhin hat der Krisenklub Schalke gegen das leidenschaftlich kämpfende Schweinfurt 05 zum Abschluss der ersten DFB-Pokal-Runde 4:1 (2:1) gewonnen. "Endlich mal, und endlich mal Tore von uns", sagte Baum erleichtert.

Ein Mutmacher war dies allerdings spielerisch nicht. "Es war ein kleiner Schritt in die richtige Richtung", betonte der Doppeltorschütze Alessandro Schöpf am Sky-Mikrofon. "Aber gegen Mainz müssen wir was draufpacken und eine wesentlich bessere Leistung zeigen."

Denn gegen den krassen Außenseiter Schweinfurt knüpften die Königsblauen eine Stunde nahtlos an die trostlosen Auftritte ihrer Sieglos-Serie in der Bundesliga an. "Wir haben nicht die breiteste Brust", sagte Baum, Stürmer Steven Skrzybski pflichtete ihm bei: "Wir haben nicht gerade vor Selbstvertrauen gestrotzt. Aber wir haben uns reingefightet und uns endlich belohnt."

Vedad Ibisevic (39.), Schöpf (44./81.) und Benito Raman (86.) schossen den Tabellenvorletzten zum ersten Pflichtspielsieg seit dem 4. Februar (3:2 n.V. im Pokal-Achtelfinale gegen Hertha BSC). Fährmann parierte den Foulelfmeter von Amar Suljic (70.). Am Samstag (15.30 Uhr/Sky) unternimmt das Team beim Schlusslicht Mainz den nächsten Versuch, die schwarze Serie in der Liga nach 22 Partien zu beenden. Martin Thomann hatte den Viertligisten in Führung gebracht (37.).

Erst gut zwei Stunden vor dem Anpfiff hatte es nach einem Coronafall im Schalker Team grünes Licht vom Gelsenkirchener Gesundheitsamt gegeben. Das Spiel hätte eigentlich am 13. September stattfinden sollen. Doch der Einspruch des Drittliga-Aufsteigers Türkgücü München löste ein monatelanges juristisches Gezerre aus, das erst vor einer Woche vor dem Schiedsgericht beendet wurde.

Fährmann hatte Glück, dass Kristian Böhnlein sein zögerliches Herauslaufen nicht mit der frühen Führung des Außenseiters bestrafte (3.). Erschreckend aus Schalker Sicht: Es war kein Einzelfall, der Viertligist war zunächst die aktivere und zielstrebigere Mannschaft.

Es dauerte bis zur 26. Minute, bis Ibisevic zur ersten Schalker Torchance kam. Dass die "Schnüdel" in Führung gingen, war weder überraschend noch unverdient. Den Ausgleich hatten die Königsblauen einem Abwehrfehler des Regionalligisten zu verdanken. Nach einem Lattenschuss von Skrzybski staubte Schöpf dann zum 2:1 ab.

Erst in der zweiten Hälfte war ein Klassenunterschied zu erkennen. Schweinfurt bemühte sich und bekam nach einem Foul des eingewechselten Salif Sane vom Elfmeterpunkt die Chance zum Ausgleich, nach Suljics Fehlschuss war der Widerstand aber gebrochen.

(dpa)