Nach geplatztem Isco-Transfer Union schaltet Wolfsburg aus und zieht ins Pokal-Viertelfinale ein

Berlin · Union Berlin hat den Transferwirbel um Isco abgeschüttelt und bleibt auch im DFB-Pokal auf Erfolgskurs. Der Tabellenzweite der Bundesliga setzte sich gegen den VfL Wolfsburg mit 2:1 (1:1) durch, zog mit dem vierten Pflichtspielsieg in Folge ins Viertelfinale ein – und darf weiter vom Finale in der eigenen Stadt träumen.

Unions Spieler feiert das Tor zum 2:1.

Unions Spieler feiert das Tor zum 2:1.

Foto: dpa/Andreas Gora

Im Stadion An der Alten Försterei trafen Robin Knoche (12.) und Kevin Behrens (79.) für die Köpenicker und sorgten doch noch für einen Feiertag. Luca Waldschmidt hatte den VfL in Führung gebracht (5.). Die Schlussphase absolvierte Union in Unterzahl, Niko Gießelmann sah nach einer Schwalbe Gelb-Rot (87.).

Wolfsburg kassierte nach der Liga-Pleite in Bremen zum Abschied von VfL-Manager Jörg Schmadtke die zweite Niederlage nacheinander, für den Geschäftsführer war das Achtelfinale das letzte Spiel im Amt. Zudem riss die persönliche Erfolgsserie von Trainer Niko Kovac, der 16 Pokalspiele in Folge als Coach gewonnen hatte.

Das bestimmende Thema rund um die Partie war jedoch der geplatzte Transfer des fünfmaligen Champions-League-Siegers Isco zu Union, der auf der Zielgeraden gescheitert war. Der Ex-Real-Star war am Vormittag bereits beim Medizincheck in der Hauptstadt gesichtet worden, doch die zuvor eigentlich schon erzielte Einigung blieb aus: Der Verein habe gewisse Grenzen, sagte Geschäftsführer Oliver Ruhnert, diese seien „entgegen der vorherigen Vereinbarungen überschritten“ worden.

Auf die Frage, wie sehr dieser Vorfall die Mannschaft beeinflussen werde, antwortete Union-Trainer Urs Fischer am Sky-Mikrofon: „Das wird man sehen, ich hoffe, nicht allzu viel. Logisch war das den ganzen Tag ein Thema.“

Und bei starkem Regen legte Union dann einen holprigen Start hin. Waldschmidt brachte die Wolfsburger direkt zu Beginn nach einer Ecke in Führung, und auch im Anschluss übte vor allem der VfL weiter Druck aus. Nach einer kurz ausgeführten Ecke schlug Union auf der anderen Seite aber zu, Knoche traf aus kurzer Distanz.

Die Berliner fanden nun immer besser ins Spiel, Jordan Siebatcheu traf per Kopf nur Aluminium (27.). Insgesamt gelang es beiden Mannschaften in einer über weite Strecken ausgeglichenen Partie nur selten, gefährlich vors Tor zu kommen.

Nach der Pause bestimmte erst einmal Union das Geschehen, war im Abschluss jedoch nicht zwingend genug. Einen Schuss von Sheraldo Becker parierte Pavao Pervan sicher (50.), Rani Khedira setzte den Ball übers Tor (51.) - und schlug in der Schlussphase dann die Flanke zum Führungstreffer.

(ako/sid)