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DFB-Pokal 2021/22: Favoriten, Außenseiter, Überraschungen - alle Infos

Favoriten, Außenseiter, Überraschungen : Was Sie zur zweiten DFB-Pokalrunde wissen müssen

Am Dienstag und Mittwoch steht die zweite Runde des DFB-Pokals an. Wir geben einen Überblick über die Paarungen, Favoriten und Außenseiter – und in welchen Spielen sich möglicherweise eine Sensation anbahnen könnte.

Die Top sechs der Bundesliga ist in der zweiten DFB-Pokalrunde gefordert und geht natürlich als mehr oder weniger klarer Favorit ins Rennen. Im Normalfall sollte sowohl Borussia Dortmund auch ohne Erling Haaland und Donyell Malen beim Zweitliga-Schlusslicht FC Ingolstadt (Dieinstag, 20.00 Uhr) als auch Bayer 04 Leverkusen zu Hause gegen den Zweitligisten Karlsruher SC (Mittwoch, 18.30 Uhr) keine Probleme haben.

Gleiches gilt für das Spiel zwischen dem Regionalligisten SV Babelsberg 03 und RB Leipzig (Dienstag, 18.30 Uhr). Allerdings kennt sich der Babelsberger Stürmer Daniel Frahn nur zu gut mit der Rolle des Underdogs aus. Vor mehr als zehn Jahren gelang ihm im Pokalspiel gegen den VfL Wolfsburg ein Dreierpack, jedoch nicht im Babelsberger, sondern im Leipziger Trikot, die damals ebenfalls noch in der vierten Liga spielten. Nun will er den Ball im Leipziger Tor versenken. Darin steht, wie Jesse Marsch bekannt gab, nicht wie üblich Peter Gulacsi, sondern sein spanischer Ersatzmann Josep Martinez, der sich seinen Einsatz durch gute Trainingsleistungen verdient habe.

Weitere Außenseiter sind der Regionalligist Preußen Münster, sowie die Drittligisten VfL Osnabrück und Waldhof Mannheim. Dennoch bieten die Partien gegen die Bundesligisten Hertha BSC, SC Freiburg und 1. FC Union Berlin Überraschungspotenzial. Münster schlug sich in der ersten Runde bis zur Verlängerung stark gegen den VfL Wolfsburg, brach dann ein und kam aufgrund eines Wechselfehlers der Wolfsburger am grünen Tischt doch noch eine Runde weiter. Dieses Glück wollen sie gegen die Hertha (Dienstag, 18.30 Uhr) ausnutzen, die nur mit Mühe mit einem 1:0-Sieg in Meppen weiterkam. Münsters Sportdirektor Peter Niemeyer gab sich jedoch demütig und ordnet die Chancen auf das Erreichen des Achtelfinals als sehr gering ein: „Wir wissen, dass auch da Ostern und Weihnachten auf einen Tag fallen müssen.“ Trotzdem wolle man sich nicht schon vorher geschlagen geben, versprach Niemeyer.

Der SC Freiburg konnte ebenfalls nur 1:0 in Würzburg gewinnen und trifft jetzt auf den VfL Osnabrück (Dienstag, 20.45 Uhr), der sich in der ersten Runde bereits gegen Zweitligist Werder Bremen durchsetzen konnten.

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Auch der 1. FC Union Berlin kam nicht über ein 1:0 bei Drittligist Türkgücü München hinaus. Beim Spiel gegen Waldhof Mannheim (Mittwoch, 18.30 Uhr) treffen nun zwei Traditionsvereine aufeinander. Die Mannheimer konnten zuvor den Bundesligisten Eintracht Frankfurt mit einem 2:0-Sieg ausschalten und wollen dieses Erlebnis nun natürlich wiederholen.

Eng könnte es bei einem anderen Traditionsduell zwischen den Zweitligisten 1. FC Nürnberg und Hamburger SV (Dienstag, 20.45 Uhr) werden. In der 2. Bundesliga trafen die Vereine genau einen Monat zuvor aufeinander und trennten sich mit 2:2. In der ersten Pokalrunde kamen beide mit nur einem Tor Unterschied weiter. Die Nürnberger sind als einziges Zweitligateam in dieser Saison noch ungeschlagen und haben erst sieben Gegentore kassiert. Es passe zurzeit gut zusammen, meint der ehemalige HSV-Trainer und jetzige FCN-Sportvorstand Dieter Hecking. Davor habe man in Hamburg laut Sportvorstand Jonas Boldt Respekt.

Mit Spannung ist auch beim Aufeinandertreffen von Dynamo Dresden und FC St. Pauli (Mittwoch, 18.30 Uhr) zu rechnen. Die beiden fanstarken Zweitligisten hatten Problem in der ersten Runde. Zudem wollen sich die Dresdener für die 0:3-Niederlage in der Liga revanchieren.

Das prestigeträchtigste Duell findet in Mönchengladbach statt, wenn die Borussia den Rekord-Pokalsieger FC Bayern München (Mittwoch, 20.45 Uhr) empfängt. Beim Ligaauftakt der Bundesligisten trennten sich die Mannschaften mit einem 1:1, in letzter Zeit kamen die Gladbacher allerdings ins Straucheln. Gladbachs Torhüter Yann Sommer gab sich im Kicker dennoch hoffnungsvoll: „Trauen wir uns am Mittwoch etwas zu, sehe ich uns absolut nicht chancenlos.“

Spannung verspricht auch das Duell zwischen dem VfB Stuttgart und dem 1. FC Köln (Mittwoch, 20.45 Uhr). Beide Bundesligisten spielen bislang eine solide Saison und konnten am vergangenen Spieltag überzeugen. In der Liga spielen sie erst am 17. Spieltag gegeneinander.

(jg)