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DFB ermittelt nach rassistischen Beleidigungen gegen Jordan Torunarigha von Hertha BSC

Beleidigungen gegen Herthas Torunarigha : DFB ermittelt nach Rassismus-Vorwurf auf Schalke

Nach dem Vorwurf rassistischer Beleidgungen gegen Herthas Jordan Torunarigha beim Pokalspiel auf Schalke hat der DFB-Kontrollausschuss die Ermittlungen aufgenommen. Auch die Rote Karte gegen Schalke-Trainer David Wagner beschäftigt den DFB.

Der Kontrollausschuss des Deutschen Fußball-Bundes hat nach dem Vorwurf rassistischer Beleidigungen gegen den Berliner Jordan Torunarigha im Pokalspiel auf Schalke Ermittlungen eingeleitet. Hertha BSC und Torunarigha wurden zu einer Stellungnahme aufgefordert, wie der DFB am Mittwoch bestätigte. Der Abwehrspieler war bei der 2:3-Niederlage der Berliner nach Verlängerung beim FC Schalke 04 von Zuschauern rassistisch beleidigt worden.

Schiedsrichter Harm Osmers habe erst nach der regulären Spielzeit von den Beleidigungen erfahren, sagte Peter Sippel, Leiter Training und Qualifizierung beim DFB, am Mittwoch im Gespräch mit „sportschau.de“. Herthas Sportdirektor Michael Preetz sei auf Osmers zugekommen und habe ihn auf die Beleidigungen der Fans gegen den Fußballprofi von Hertha hingewiesen. Weil es aber bereits im Laufe der zweiten Halbzeit zu dem Vorfall gekommen sei, wäre bei einer Stadiondurchsage laut Sippel „der Kontext nicht mehr herzustellen gewesen“.

Eine Dreistufenplan des Weltverbandes Fifa sieht unter anderem vor, die Zuschauer via Durchsage aufzufordern, diskriminierende Beleidigungen zu unterlassen. Osmers habe aber in der Verlängerung keine weiteren Vorfälle wahrgenommen. In diesem Fall hätte er nach Aussage von Sippel eine Durchsage des Stadionsprechers verlangt.

Auch die umstrittene Rote Karte für Schalke-Trainer David Wagner beschäftigt den DFB. „Wir werden die Verhängung der Roten Karte überprüfen und vor allem danach überprüfen, ob es sich um eine offensichtliche Fehlentscheidung des Schiedsrichters handelt“, sagte Anton Nachreiner, Vorsitzender des DFB-Kontrollausschusses, dem Onlineportal „Sport1“. Platzverweise werden nachträglich allerdings nur bei einem ganz offensichtlichen Irrtum des Referees zurückgenommen.

(lt/dpa)