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Europa probt WM-Qualifikation: Debüt für Eriksson - Knüller in Rom

Europa probt WM-Qualifikation : Debüt für Eriksson - Knüller in Rom

Schwerin (dpa). Fußball-Europa probt die WM-Qualifikation und die Bundesliga mischt munter mit. In gleich 14 Vergleichen suchen die Verantwortlichen der einzelnen Verbände am Mittwoch nach den richtigen Formationen, um für den zweiten Teil der Jagd nach den begehrten WM-Plätzen gerüstet zu sein. Mit Griechenland (gegen Russland) und Finnland (in Luxemburg) sind auch zwei Teams dabei, die mit der deutschen Nationalmannschaft in einer Vorrundengruppe um einen der 13 europäischen Quotenplätze für das Championat 2002 in Japan und Südkorea streiten.

Mit Spannung schaut die Fußball-Welt nach Birmingham, wo Sven Göran Eriksson (Foto oben) in der Partie gegen Spanien sein Debüt als englischer Nationaltrainer gibt. Der Schwede nominierte gleich 31 Spieler, darunter einige, mit denen kaum einer gerechnet hatte. "Ich kenne eben noch nicht alle. Es kann sein, dass Spieler im Kader sind, die ich nicht mehr aufbieten werde, und vielleicht habe ich Spieler draußen gelassen, die ich hätte aufbieten sollen", räumte Eriksson ein. Der 53-Jährige musste bereits die gleichen Erfahrungen machen wie seine Vorgänger. Sechs Spieler fielen schon vor Bekanntgabe des Kaders aus. Vier meldeten sich bis Montag wegen Verletzungen ab, darunter Steve McManaman von Real Madrid.

Die Spanier leisteten sich schon weit vor dem Anpfiff den ersten Fauxpas. Ihr Mannschaftsbus wurde auf dem Weg zum Flughafen gestoppt. Teamkapitän Fernando Hierro musste aussteigen und nach Hause zurückkehren. Der Abwehrchef von Real Madrid ist wegen eines Platzverweises beim letzten Länderspiel im November gegen die Niederlande gesperrt und darf gegen England nicht eingesetzt werden. Dies hatten die Verantwortlichen vom spanischen Fußballverband (RFEF) völlig vergessen. Für Hierro hat der Verzicht allerdings auch ein Gutes: Er kann für das Schlagerspiel der spanischen Liga am Samstag zwischen Real Madrid und dem Erzrivalen FC Barcelona Kraft tanken.

Italiens Fußball-Fans mussten elf Jahre auf die Gelegenheit zur Revanche für das im Elfmeterschießen verlorene WM-Halbfinale gegen Argentinien warten. Trainer Giovanni Trapattoni nominierte für die Partie einige Neulinge, darunter mit Cristian und Damiano Zenoni ein Zwillingspaar von Atalanta Bergamo. Der Gast aus Südamerika hat sich mit einer Formation angekündigt, die sich im römischen Olympiastadion zu Hause fühlen dürfte. Mit Lazios Hernan Crespo, Diego Simeone und Juan Veron sowie Romas Walter Samuel schnüren gleich vier Argentinier ihre Stiefel in der italienischen Hauptstadt. Weitere drei stehen in Clubs der Serie A unter Vertrag.

In Rom ist die deutsche Eliteliga nur Zaungast. An beinahe allen anderen Schauplätzen der 14 WM-Tests spielen die Bundesliga-Legionäre aber wichtige Rollen. Bayer Leverkusens Torhüter-Duo hat auf Zypern beim Duell zwischen Polen und der Schweiz sogar Hauptrollen übernommen. Adam Matysek will dem zuletzt arg gescholtenen Pascal Zuberbühler im direkten Duell beweisen, dass er der Bessere ist. Sollte das gelingen, könnte der Pole auch in der Bundesliga-Partie am Sonntag beim TSV 1860 München ins Leverkusener Gehäuse rücken.

(RPO Archiv)