1. Sport
  2. Fußball
  3. Champions League

Manchester City - Chelsea FC: Champions-League-Finale nicht im Free-TV - trotz deutscher Nationalspieler Werner, Havertz, Gündogan

Trotz deutscher Nationalspieler : Champions-League-Finale läuft nicht im Free-TV

Fußball-Fans schauen in die Röhre: Anders als im Vorjahr wird das Endspiel der Champions League am 29. Mai nicht im frei empfangbaren Fernsehen gezeigt – obwohl ein deutscher Trainer und gleich mehrere DFB-Nationalspieler beteiligt sind.

 Das Finale des wichtigsten europäischen Fußball-Wettbewerbes läuft nur beim Pay-TV-Sender Sky und beim ebenfalls kostenpflichtigen Streamingdienst Dazn. Am 29. Mai kommt es zum Duell zwischen den beiden Premier-League-Klubs Manchester City und dem FC Chelsea.

Das Finale des Vorjahres mit dem Triumph des Bayern München hatte neben den beiden Pay-Anbietern auch das ZDF übertragen. 12,79 Millionen Menschen sahen den 1:0-Sieg gegen Paris Saint-Germain. Der öffentlich-rechtliche Sender hatte mittels einer Sub-Lizenz die Übertragungsrechte erworben. Laut Medienstaatsvertrag müssen nur Champions-League-Endspiele mit deutscher Beteiligung im Free-TV gezeigt werden.

Dabei stehen im Finale 2021, auch ohne Klub aus der Bundesliga, gleich mehrere Deutsche im Fokus. Chelsea wird vom Deutschen Thomas Tuchel trainiert, der damit im zweiten Jahr in Folge im CL-Endspiel steht (2020 mit Paris Saint-Germain). Außerdem stehen bei den Londonern gleich drei deutsche Nationalspieler regelmäßig in der Startelf: Timo Werner, Kai Havertz und Antonio Rüdiger. Auf der gegnerischen Seite bei Manchester City spielt ebenfalls ein DFB-Spieler eine wichtige Rolle: der Ex-Dortmunder Ilkay Gündogan.

Schon 2019, beim letzten Champions-League-Endspiel ohne Klub aus der Bundesliga, wurde darüber diskutiert, was als „deutsche Beteiligung“ gilt. Damals trafen Tottenham Hotspur und der FC Liverpoool aufeinander – letzterer trainiert vom deutschen Coach Jürgen Klopp. Damals bemühte sich das ZDF offiziell um eine Sub-Lizenz der Rechte, um das Spiel im Free-TV zeigen zu können. Der Versuch scheiterte damals jedoch am Internet-Streamingdienst Dazn. „Ja, wir haben uns bewusst gegen eine Sublizenzierung der Rechte entschieden", sagte Dazn-Manager Thomas de Buhr damals der Deutschen Presse-Agentur. Das ZDF hatte zuvor schon Gespräche mit dem anderen Lizenzinhaber, dem Pay-TV-Sender Sky, geführt. „Wir waren überrascht, dass Dazn nicht zugestimmt hat“, sagte ZDF-Sportchef Thomas Fuhrmann und versicherte: „Es ist nicht an der Summe X gescheitert.“ Das Endspiel hätte aufgrund des Rundfunkstaatsvertrages nur dann im frei zu empfangenden Fernsehen laufen müssen, wenn ein deutscher Verein dabei gewesen wäre. Liverpools Trainer Jürgen Klopp erfüllte nicht das Kriterium einer deutschen Beteiligung.

(kron/dpa)