FC Liverpool - FC Barcelona: Der Bundesliga muss angst und bange sein

Nach magischer Nacht von Liverpool : Der Bundesliga muss angst und bange sein

Der FC Liverpool hat in der Champions League eine Leistung gezeigt, die Fußball-Europa schwärmen lässt. Für die Bundesliga ist es ein unüberhörbarer Warnschuss.

Die Fußball-Welt überschlägt sich völlig zu Recht mit Lobgesängen auf den FC Liverpool. Die „Reds“ haben im Halbfinal-Rückspiel der Champions League gegen den FC Barcelona das geschafft, was die meisten für unmöglich gehalten hatten: Sie holten einen 0:3-Rückstand aus dem Hinspiel auf. Liverpool zeigte eine Weltklasse-Leistung auf allen Ebenen: mental, individuell, taktisch. Es ist ein Warnschuss für die Fußball-Bundesliga, aus der aktuell keine Mannschaft auf diesem Niveau agieren kann. Die Bayern stecken mitten im Umbruch, Dortmund flattern die Nerven schon im Meisterschaftskampf, und RB Leipzig ist noch grün hinter den Ohren. Dahinter kommt lange nichts. Ist der Moment maßgebend, ist die Bundesliga nur noch zweitklassig.

Womöglich spielen englische Mannschaften in dieser Saison die beiden europäischen Titel unter sich aus. Liverpool steht im Finale der Champions League. Tottenham kann mit einem Sieg bei Ajax (21 Uhr/Sky und DAZN) dorthin folgen. Und in der Europa League haben Chelsea und der FC Arsenal gute Chancen, das Finale zu erreichen. Die Bundesliga ist nur noch ein Anhänger am Triebwagen des europäischen Fußballs, der Premier League.

Es ist die Entwicklung, die sich über Jahre abgezeichnet hat. Die Premier League hat durch den besten TV-Vertrag aller europäischen Ligen einen Wettbewerbsvorteil, der sich in den Ergebnissen niederschlägt. Außer den Bayern kann finanziell keine Mannschaft aus der Bundesliga auch nur annähernd mithalten.

Nur das Geld als Grund für den Erfolg der Engländer zu nennen, wäre aber zu kurz gedacht. Auf der Insel wird hervorragende Arbeit geleistet. Man muss das viele Geld auch richtig anlegen. Liverpool machte den Niederländer Virgil van Dijk zum teuersten Innenverteidiger der Welt, aktuell ist er wohl der beste. Die „Reds“ machten für 62,5 Millionen Euro Alisson Becker zwischenzeitlich zum teuersten Keeper der Welt, der Brasilianer schloss souverän die letzte Schwachstelle im Kader.

Mittlerweile ist die Premier League auch in der Nachwuchsarbeit spitze. Trent Alexander-Arnold bereitete gegen Barcelona zwei Tore vor. Der 20-jährige Nationalspieler ist ein Eigengewächs der „Reds“. Auch in der Jugend droht die Premier League die Bundesliga abzuhängen. Das ist die schlechteste Nachricht, die es für den deutschen Fußball überhaupt gibt. Um den Wettbewerbsvorteil der Engländer ausgleichen zu können, müsse die Bundesliga eigene Talente fördern, die Ablösesummen nach Deutschland spülen, sind sich Experten einig. Nun hat England das Geld und die Talente. Und dann sind da noch die spanischen Großmächte Madrid und Barcelona.

Hier geht es zur Infostrecke: So feiert das Netz den FC Liverpool

Mehr von RP ONLINE