FC Bayern München nach 2:1 beim FC Sevilla mit einem Bein im Halbfinale

2:1-Sieg in Sevilla: FC Bayern mit einem Bein im Halbfinale

Der FC Bayern München hat sich eine glänzende Ausgangsposition zum Erreichen des Halbfinals in der Champions League geschaffen. Die Münchner setzten sich beim FC Sevilla mit 2:1 (1:1) durch.

Im Viertelfinal-Hinspiel profitierte der deutsche Rekordmeister bei seinen beiden Treffern allerdings von der Mithilfe des mehrmaligen Europa-League-Siegers.

Beim Ausgleich fälschte Jesús Navas (37. Minute) eine Hereingabe von Franck Ribéry ins eigene Tor ab, bei Thiagos Flugkopfballtor berührte Sergio Escudero den Ball noch mit dem Fuß. Pablo Sarabia (32.) hatte die Andalusier vor rund 42.000 Zuschauern in Führung gebracht und so für den ersten Münchner Rückstand in einem Königsklassenspiel seit der Rückkehr von Trainer Jupp Heynckes gesorgt.

"Es war wichtig, in Sevilla zu gewinnen. Wir haben gut angefangen, danach waren wir schlecht organisiert und haben nicht gut nach vorne gespielt. Die zweite Halbzeit war viel besser, aber wir dürfen nicht denken, dass wir schon im Halbfinale sind", sagte Ribery, der an beiden Bayern-Toren beteiligt war, bei Sky.

Beim Rückspiel am kommenden Mittwoch können die Bayern schon mit einem Unentschieden das Weiterkommen perfekt machen und somit das fünfte K.o.-Runden-Aus nacheinander gegen eine Mannschaft aus der Primera División vermeiden. Gegen den "absoluten Topgegner" Sevilla, wie Heynckes die Spanier bezeichnet hatte, kontrollierten die Münchner vor allem nach der Pause weitestgehend das Spiel.

FC Bayern hat Probleme im Spielaufbau

Drei Tage nach dem 6:0 gegen Borussia Dortmund versuchte der souveräne Bundesliga-Spitzenreiter gegen den Siebten der spanischen Liga das Spiel zu beruhigen. Die Bayern spielten im 4-1-4-1-System und hatten in der hitzigen Anfangsphase Probleme im Spielaufbau. Heynckes musste im stimmungsvollen Estadio Ramón Sánchez Pizjuán aufgrund von Rückenproblemen auf David Alaba verzichten. Für den Linksverteidiger spielte Juan Bernat. Auch der Chilene Arturo Vidal rückte nach einer Oberschenkelverletzung in die Startelf, musste in der 36. Minute jedoch schon wieder angeschlagen ausgewechselt werden.

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Fünfmal gewann der FC Sevilla bereits Uefa-Cup oder Europa League, von 2014 bis 2016 gar dreimal nacheinander, doch ins Viertelfinale der Königsklasse schafften sie es erstmals seit 60 Jahren. Angetrieben von den heißblütigen Fans zeigten die Gastgeber zunächst viel Leidenschaft und Laufbereitschaft. Dabei störten die Andalusier, die im Achtelfinale Manchester United ausgeschaltet hatten, die Gäste meist früh. Bayern kam durch Thomas Müller (10.) und Thiago (26.) zunächst nur zu Halbchancen, Sevilla machte viel Druck.

Erst scheiterte Sarabia (20.) aus acht Metern, zwölf Minuten später traf der 26-Jährige nach einem Fehler von Bernat zur Führung. Zwar war es das erste Duell mit den Bayern, doch zuvor war Sevilla in elf Heimspielen gegen deutsche Teams ungeschlagen geblieben. München agierte in der Folge wieder etwas konzentrierter und schlug eiskalt, aber auch mit Glück zurück. Der für Vidal eingewechselte James leitete den Ausgleich ein. Franck Ribéry wollte danach in die Mitte passen, doch der Ball wurde von Navas ins Tor abgefälscht.

Auch zu Beginn der zweiten Halbzeit hatten die Bayern, die zum siebten Mal in Folge in der Runde der besten Acht stehen, Probleme. Javi Martinez musste in höchster Not gegen den agilen Franco Vazquez klären (49.). In der Folge erarbeitete sich München wieder Vorteile beim Ballbesitz und übernahm erneut die Kontrolle. Der starke Martinez hatte in der 66. Minute die Möglichkeit zur Führung, doch der Spanier scheiterte an Sevillas Keeper David Soria. Dieser war zwei Minuten später jedoch machtlos. Eine Ribéry-Flanke verwertete Thiago unter Mithilfe von Sevillas Kapitän Escudero.

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(sid)