Champions League: Lieber Paul Breitner als Alicia Keys

Superstar soll bei CL-Finale singen : Lieber Breitner als Alicia Keys

Gut geklaut ist besser als schlecht selbst erfunden. Von daher muss es gar nicht von Nachteil sein, dass die Champions League der Fußballer beim American Football abkupfert.

Etwa wenn es um Unterhaltung geht. Beim Super Bowl ist die Halbzeitshow in der Regel mindestens genauso aufregend wie das Spiel selbst und die mit gigantischem Aufwand produzierten Werbespots. Coldplay, Beyoncé und Bruno Mars traten im vergangenen Februar auf. Dem Vernehmen nach bekommen die Stars für diesen Auftritt keine Gage, sondern zahlen wegen des Werbewerts sogar ein Antrittsgeld.

Beim Champions-League-Endspiel Ende Mai in Mailand soll nun Alicia Keys auftreten, eine weltbekannte New Yorker Soulsängerin. In furchtbarer Selbstüberschätzung spricht sie von einem "bedeutenden historischen Moment". Na ja.

Für Mailand gäbe es indes attraktive Alternativen zu Alicia Keys. Als 2001 zuletzt das Finale im Giuseppe-Meazza-Stadion stattfand, bestand die Schau in Nachbarschaft zur Mailänder Scala aus Gesängen aus italienischen Opern. Wunderbar!

Und sollten sich die Bayern erneut fürs Endspiel qualifizieren, könnten sie ihren Top Act gleich mitbringen. Nie in der Geschichte der Champions League gab es eine eindrucksvollere Vorführung als die 2011 im Wembleystadion, als der Dortmunder Lars Ricken und der Münchner Außenminister und ehemalige Potato-Fritz-Darsteller Paul Breitner uniformiert in die Schlacht zogen. Mach's noch einmal, Paule!

(RP)
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