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Champions League: Gewinner und Verlierer der Achtelfinal-Hinspiele

Champions League : Die zehn Gewinner und Verlierer der Achtelfinal-Hinspiele

Mit dem Achtelfinale beginnt die entscheidende Phase der Champions League. 23 Treffer fielen in den acht Hinspiel-Partien. Wer hat sich besonders ausgezeichnet? Wer muss ums Weiterkommen bangen? Die Gewinner und Verlierer.

GEWINNER

  • Premier League

Alle drei Vertreter aus England (Manchester City, FC Liverpool und der FC Chelsea) gewannen ihre Partie - allesamt auswärts. Glaubt man der Statistik, dann dürfte klar sein, wer das Viertelfinale erreicht. Wie das Statistikportal Opta meldet, ist in der Geschichte der Champions League noch nie ein englisches Team ausgeschieden, dass sein Hinspiel im fremden Stadion gewonnen hat.

<aside class="park-embed-html"> <blockquote class="twitter-tweet"><p lang="en" dir="ltr">3 - All three English sides (Chelsea, Liverpool and Man City) have won their first leg of the Champions League last 16 away from home. In European Cup/Champions League history, no English team has ever been eliminated in a knockout tie after winning the first leg away. Foregone.</p>&mdash; OptaJoe (@OptaJoe) <a href="https://twitter.com/OptaJoe/status/1364703723667263488?ref_src=twsrc%5Etfw">February 24, 2021</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script> </aside>
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  • Joshua Kimmich

Bayern Münchens Joshua Kimmich durfte sich nach dem Sieg gegen Lazio Rom über eine Bestmarke freuen. Für den Dauerbrenner des deutschen Rekordmeisters war der 4:1-Erfolg zugleich der 38. Sieg im 50. Champions-League-Spiel. Auf mehr Siege kommt kein anderer Akteur in den ersten 50 Einsätzen in der Königsklasse. Thomas Müller und Casemiro folgen mit jeweils 36 Siegen, Barcelonas Torhüter Marc-Andre ter Stegen kommt auf 35 Siege.

  • Robert Lewandowski

Teamkollege Robert Lewandowksi hat zwar keinen neuen Rekord aufgestellt, dafür kletterte Bayerns Top-Torjäger in der ewigen Torschützenliste der Champions League weiter nach oben. Lewandowskis 1:0 in Rom war zugleich sein 72. Tor in der Königsklasse. Damit ließ der Pole seinen Kontrahenten Raúl hinter sich und belegt nun allein den dritten Platz in dieser Kategorie. Vor Lewandowski liegen nur noch Cristiano Ronaldo und Lionel Messi. Die beiden besten einzuholen, dürfte für den 32-Jährigen aber schwierig werden. Ronaldo hat 134 Treffer im Trikot von Manchester United, Real Madrid und Juventus Turin erzielt, Messi traf 139-mal für den FC Barcelona.

  • Portos Blitzstarter

Außenseiter FC Porto verschaffte sich gegen Juventus dank zweier Blitz-Tore eine gute Ausgangsposition aufs Weiterkommen. Beim 2:1-Heimsieg trafen die Hausherren bereits nach 63 Sekunden zur Führung. Auch im zweiten Durchgang überrumpelten die Portugiesen die Gäste aus Turin. Gerade einmal 19 Sekunden waren in der zweiten Halbzeit gespielt, da zappelte der Ball zum zweiten Mal im Netz des italienischen Rekordmeisters. Das Anschlusstor von Federico Chiesa, dem ersten Juve-Treffer in einem CL-K.-o.-Rundenspiel seit Cristiano Ronaldos Ankunft 2018, der nicht auf das Konto von CR7 ging, lässt die Turiner aber hoffen.

  • Thomas Tuchel

Es läuft für Thomas Tuchel und den FC Chelsea. Acht Pflichtspiele liegen hinter ihm als neuer Trainer der Blues. Sechs hat er gewonnen, keines verloren, zwei Tore kassierte das Team dabei. Das Hinspiel bei Atletico Madrid war dabei der bislang größte Härtetest. Bestanden!

VERLIERER

  • Hannes Wolf

Kostenpflichtiger Inhalt Viel vorzuwerfen hatte sich Borussia Mönchengladbach nach dem 0:2 gegen Manchester City nicht. Das Team von Trainer Pep Guardiola, das zum 19. Mal in Folge gewann, spielte seine ganze Klasse aus, kontrollierten die Partie über Ballbesitz. Sekunden vor dem Ende machten die Citiziens allerdings einen dicken Fehler und Hannes Wolf hatte die große Chance zum Anschlusstreffer. Nur: Wolf traf nicht.

  • Der Heimvorteil

Ist der Heimvorteil ohne Zuschauer weg? Die Achtefinale-Hinspiele haben den Eindruck erweckt, dass Auswärtsspiele ihren Schrecken verloren haben. Aus den acht Partien gab es lediglich einen einzigen Heimerfolg, aber stolze sieben Auswärtssiege. Drei Partien fanden allerdings unter absurden Umständen statt. Aufgrund der Corona-Pandemie und der damit verbundenen Einreisesperre für die Engländer mussten Borussia Mönchengladbach, RB Leipzig und Atletico Madrid ihre Kostenpflichtiger Inhalt Heimspiele im Ausland austragen.

  • Serie A

Die italienischen Gazetten teilten nach dem 1:4 von Lazio Rom gegen den FC Bayern gewohnt aus. So schrieb „Tuttosport“: „Lazio Rom stürzt unter Bayerns Hieben. Die Bayern sind ein Orkan, der die Römer gnadenlos wegfegt. Die peinliche Lazio-Abwehr kapituliert vor den Münchner Stars.“ Der FC Bayern sollte dennoch gewarnt sein: 0:4?, 1:4?, 0:3? In der Königsklasse wurden selbst derartige Hinspiel-Klatschen manchmal noch gedreht. Die größten Aufholjagden in der Königsklasse finden Sie hier. Ebenfalls einen Rückstand aufholen müssen die zwei weiteren Serie-A-Klubs Juventus (1:2 beim FC Porto) und Atalanta Bergamo (0:1 gegen Real Madrid).

  • Leipziger Fehler

RB Leipzig zeigte sich gegen den FC Liverpool ebenbürtig, leistete sich im zweiten Durchgang aber zwei individuelle Fehler, die auf jedem und erst recht auf diesem Niveau bestraft werden. Das musste das Team von Trainer Julian Nagelsmann beim 0:2 auf die harte Tour lernen.

  • FC Barcelona

Lionel Messi brachte den FC Barcelona gegen Paris St. Germain zwar in Führung, anschließend trumpfte aber Kylian Mbappé groß auf. Der 22-Jährige erzielte drei Treffer beim 4:1-Erfolg des französichen Meisters. Die Katalanen wirkten rat- und hilflos. Die Nerven lagen blank. Im TV war sogar zu hören wie sich Verteidiger Gerard Piqué und Antoine Griezmann anblafften. Ein klein wenig Hoffnung kann dem kühnsten Optimisten das Achtefinale aus dem Jahr 2017 geben. Damals verlor Barca das Hinspiel gegen PSG sogar mit 0:4 verloren, setzte sich aber im Rückspiel mit 6:1 durch. Allerdings passierte dieses Fußball-Wunder vor vier Jaren, als Barcelona noch alles zuzutrauen war und das Sturm-Trio noch „MSN“ (Messi, Luis Suarez, Neymar) hieß.

(old)