Champions League: Fans von Roter Stern Belgrad randalieren in Bern

Schlägereien und Warnschüsse : Fans von Roter Stern Belgrad randalieren in Bern

Vor und nach dem Play-off-Spiel zwischen den Young Boys Bern und Roter Stern Belgrad ist es zu Schlägereien und Schüssen gekommen. Serbische Fans hätten auf dem Weg zum Stadion Personen und Lokal angegriffen.

Schlägereien mit Verletzten haben am Mittwochabend das Playoff-Spiel zur Champions League zwischen dem Schweizer Fußballmeister Young Boys Bern und Roter Stern Belgrad (2:2) überschattet. Beim Marsch von mehreren hundert serbischen Fans zum Stadion seien mehrere Personen tätlich angegriffen worden, berichtete die Kantonspolizei am Donnerstagmorgen. Sie habe Warnschüsse abgeben müssen. Fünf Menschen wurden verletzt, drei vorübergehend festgenommen.

Auch nach dem Spiel kam es nach Polizeiangaben zu Tätlichkeiten. Die Polizei sei bis nach Mitternacht im Einsatz gewesen. Schon bei der Einreise der Fans aus Belgrad seien Schlagstöcke, Vermummungsmaterial sowie gefälschte Eintrittstickets beschlagnahmt worden, berichtete die Polizei.

Nach Angaben der Agentur Keystone-SDA bewarfen Hooligans auf dem Rückweg ein Lokal mit vollen Bierdosen. Sie hätten sich offenbar an einer LGTB-Fahne an dem Haus gestört. LGBT steht für Lesben, Schwule, Bi- und Transsexuelle.

Dank Marko Marin darf der serbische Meister weiter von der zweiten Teilnahme an der Gruppenphase in der Champions-League träumen. Der frühere Profi von Borussia Mönchengladbach und Werder Bremen bereitete am Mittwoch beide Tore der Gäste zum 2:2 (1:1) bei den Young Boys Bern im Hinspiel der vierten Qualifikationsrunde vor.

Mit einem Eckball legte der 30-jährige Marin in der 18. Minute für Milos Degenek auf, der mit einer Bogenlampe per Kopf zum 1:1 verwandelte. Gleich nach dem Wechsel initiierte Marin einen Angriff auf der rechten Seite, den der Argentinier Matteo Garcia (46.) am langen Pfosten zum 2:1 abschloss.

Die Führung für den Schweizer Meister, bei dem der Ex-Herthaner Fabian Lustenberger als Kapitän die Abwehr organisierte, hatte der Ivorer Roger Assalé in der 7. Minute erzielt. Den Ausgleich für die Gastgeber erzielte Guillaume Hoarau per verwandeltem Foulelfmeter (76.). Das Rückspiel findet am kommenden Dienstag in Belgrad statt.

(rent/dpa)
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