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Champions League Achtelfinale - Panne bei Auslosung: Bayern München gegen RB Salzburg statt Atletico Madrid

Nach Panne bei Auslosung : FC Bayern im Achtelfinale der Königsklasse jetzt gegen Salzburg

Der FC Bayern München trifft im Achtelfinale der Champions League auf RB Salzburg. Bei einer ersten Ziehung erwischten die Münchner mit Atletico Madrid ein deutlich schwereres Los. Die Auslosung musste wegen mehrerer Pannen jedoch wiederholt werden.

Ein Fiasko bei der Champions-League-Auslosung hat dem FC Bayern im zweiten Versuch ein Glückslos beschert. Die Münchner erhielten bei der Wiederholung der Ziehung am Montagnachmittag anstelle von Atlético Madrid nun RB Salzburg als Gegner im Achtelfinale. Am UEFA-Sitz in Nyon war die erste Auslosung nach mehreren Fehlern für ungültig erklärt worden.

„Fehler können passieren, dann ist es nur fair und gerecht für alle, dass neu gelost wurde“, sagte Bayern-Trainer Julian Nagelsmann. Salzburg sei „ein positiv ekeliger Gegner, der den klassischen RB-Fußball“ spiele. Das Hinspiel in Salzburg bestreitet der Rekordmeister am 16. Februar, die Entscheidung über das Weiterkommen fällt am 8. März beim Rückspiel in München. Das Endspiel wird am 28. Mai 2022 in St. Petersburg ausgetragen.

Unfallfrei verlief hingegen die Auslosung der Zwischenrunde in der Europa League. Die beiden Bundesligisten Borussia Dortmund und RB Leipzig erwischten namhafte Gegner. Der BVB trifft auf den schottischen Meister Glasgow Rangers, die Leipziger spielen gegen den spanischen Top-Club Real Sociedad San Sebastian. Beide deutschen Mannschaften haben am 17. Februar zunächst Heimrecht, die Rückspiele werden am 24. Februar ausgetragen.

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Salzburg mit dem umworbenen deutschen Nationalspieler Karim Adeyemi dürften die Münchner als Gegner lieber nehmen als Atlético. In der vergangenen Saison trafen beide Clubs in der Gruppenphase aufeinander, damals siegten die Bayern klar mit 3:1 und 6:2. Die Mannschaft von Trainer Julian Nagelsmann hatte sich als Gruppenerster für das Achtelfinale qualifiziert. Im vergangenen Jahr war für die Bayern im Viertelfinale gegen Paris Saint-Germain Endstation.

„Das war heute keine alltägliche Auslosung, und wir schauen nun gespannt auf unsere Duelle mit RB Salzburg“, sagte Bayern-Vorstandschef Oliver Kahn und warnte vor Österreichs Serienchampion: „Salzburg hat in der Vorrunde gezeigt, was sie können und sich zurecht erstmals für das Achtelfinale der Champions League qualifiziert. Dort herrscht große Euphorie, es ist eine junge, hochtalentierte Mannschaft. Natürlich sind wir in diesen beiden Begegnungen Favorit. Wir freuen uns auf diese Duelle.“

In den weiteren Achtelfinal-Partien sticht das Duell zwischen Paris Saint-Germain und Real Madrid heraus. Jürgen Klopp und der FC Liverpool treffen auf Inter Mailand. Der von Ralf Rangnick trainierte englische Rekordmeister Manchester United spielt gegen Atlético, und Titelverteidiger FC Chelsea mit Trainer Thomas Tuchel bekommt es mit Wolfsburg-Bezwinger OSC Lille zu tun. Auch Salzburg setzte sich in der Gruppe mit Wolfsburg durch.

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Die Achtelfinal-Paarungen im Überblick gibt es hier. 

Die erste Auslosung am Mittag hatte die UEFA wegen „technischer Probleme mit der Software eines externen Dienstleisters“ annulliert. Dabei war Man United zunächst dem spanischen Club FC Villarreal zugelost worden. Dies war laut Reglement aber gar nicht erlaubt, da beide Clubs schon in der Gruppenphase aufeinandertrafen. Der frühere russische Nationalspieler Andrej Arschawin musste noch einmal ziehen und loste Villarreal dann dem United-Stadtrivalen Manchester City zu.

Doch damit nicht genug: Nachdem Atlético Madrid als nächster Gruppenzweiter gezogen wurde, wurde Man United als möglicher Gegner fälschlicherweise ausgeschlossen. Stattdessen war der FC Liverpool mit im Topf, der aber schon in der Gruppenphase gegen Atlético spielte. Schließlich erhielten die Spanier den FC Bayern als Gegner.

In den sozialen Netzwerken begann schnell eine Diskussion, ob die Auslosung Bestand haben könne oder wiederholt werden müsse. Kurz darauf reagierte die UEFA dann und erklärte die Ziehung der Lose in der Königsklasse für ungültig.

Pannen bei Auslosungen hatte es in der Vergangenheit schon häufiger gegeben. 1982 streikte bei der WM-Gruppen-Auslosung die Technik, im DFB-Pokal landete 1999 mal ein Los im Papierkorb, und bei der Gruppenauslosung zum Confederations Cup im Jahr 2012 griff Starkoch Alex Atala mal in den falschen Topf und löste ein Chaos aus.

Der FC Bayern ist der letzte verbliebene Bundesligist in der Königsklasse. Dortmund und Leipzig mussten als Gruppendritte in die Europa League, der VfL Wolfsburg ist nach Platz vier in der Gruppenphase gar nicht mehr international vertreten. So schlecht war die Bundesliga letztmals in der Saison 2017/18. Bayer Leverkusen und Eintracht Frankfurt steigen als weitere deutsche Vertreter in der Europa League erst eine Runde später im Achtelfinale ein, da sie in der Gruppenphase jeweils den ersten Platz belegt hatten.

(old/kron/dpa/sid)