Champions League 2018/19: Auf diese Gegner treffen die deutschen Teams

Champions-League-Auslosung : Schalke gegen Höwedes - böse Erinnerungen für den BVB

Keine Hammergruppe, aber interessante Gegner - das Bundesliga-Quartett kann mit der Champions-League-Auslosung zufrieden sein.

Schalke 04 feiert Wiedersehen mit Ex-Weltmeister Benedikt Höwedes, für Borussia Dortmund werden böse Erinnerungen wach, Neuling TSG Hoffenheim trifft auf Trainerstar Pep Guardiola, und Titelkandidat Bayern München darf sich gegen namhafte Altmeister warm spielen. Die vier Bundesligisten haben in der Champions League sportlich lösbare Aufgaben erwischt - mit besonderen Duellen.

Schalke erwischte bei seiner Rückkehr in die Königsklasse nach drei Jahren ausgerechnet den russischen Meister Lokomotive Moskau mit gleich zwei ehemaligen Königsblauen: neben dem langjährigen Kapitän Höwedes auch Außenstürmer Jefferson Farfan. "Gute Freunde kann niemand trennen", twitterte Höwedes nach der Auslosung in Monaco.

Der BVB trifft auf AS Monaco und reist damit in die Vergangenheit: Der Anschlag auf den Mannschaftsbus erschütterte vor 16 Monaten den Traditionsklub, auf dem Weg zum Viertelfinal-Heimspiel gegen Monaco gingen drei Sprengsätze hoch. "Es werden, hoffe ich, zwei normale Spiele", sagte Dortmunds Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke.

Englands Meister Manchester City mit den deutschen Nationalspielern Leroy Sane und Ilkay Gündogan ist der prominentes Gegner für Hoffenheim beim Debüt in der Champions League.

Ganz entspannt kann der FC Bayern der Gruppe E mit den Rekordmeistern Benfica Lissabon aus Portugal und Ajax Amsterdam aus den Niederlanden entgegensehen. Hinzu kommt der krasse Außenseiter AEK Athen.

Die weiteren Schalker Gegner in der Gruppe D sind der portugiesische Titelträger FC Porto und der türkische Champion Galatasaray Istanbul. Dortmund hat in der Gruppe A in Europa-League-Sieger Atletico Madrid mit Weltmeister Antoine Griezmann einen ganz dicken Brocken vor der Brust, der FC Brügge gehört dagegen zu den schwächeren Gegnern.

Hoffenheim wurden in der Gruppe F neben ManCity der ukrainische Serienmeister Schachtjor Donezk und Olympique Lyon zugelost.

Zwei ehemalige BVB-Trainer treffen in der wohl stärksten Gruppe aufeinander: Jürgen Klopp mit dem FC Liverpool bekommt es mit Thomas Tuchel und Paris St. Germain zu tun. Außerdem dabei: der Ex-Bayern-Coach Carlo Ancelotti mit dem italienischen Vizemeister SSC Neapel.

Die Gruppenphase der Champions League beginnt am 18./19. September und endet nach sechs Partien für jede Mannschaft am 11./12. Dezember. Der Erste und Zweite aus jeder der acht Gruppen zieht in das Achtelfinale ein. Die Gruppendritten dürfen noch in der Zwischenrunde der Europa League spielen. Das Finale findet am 1. Juni 2019 in Madrid im Stadion von Atlético statt.

Im Vorjahr hatten die Bundesliga-Klubs in der Königsklasse nicht überzeugen können. Nur der FC Bayern erreichte die K.o.-Phase und war im Halbfinale am späteren Sieger Real Madrid gescheitert. Hoffenheim schied bereits in den Play-offs gegen den späteren Finalisten FC Liverpool aus. Dortmund und RB Leipzig wurden Gruppendritte und mussten in die Europa League absteigen.

Finanziell lukrativ ist der Wettbewerb für alle Bundesligisten. Als Startgeld sind jedem Team 15,25 Millionen Euro garantiert. An Punktprämien können pro Sieg 2,7 Millionen Euro und pro Remis 900.000 Euro hinzukommen. In der K.o.-Phase winken gestaffelt nach jeder Runde für den späteren Sieger 54,5 Millionen Euro.

Neu ist zudem eine Zuwendung für jeden Klub auf Grundlage der Erfolge in den vergangenen zehn Jahren. Aus dem Topf von 585 Millionen Euro bekommen die Bayern 33,24 Millionen Euro, Dortmund 22,16 Millionen Euro, Schalke 19,94 Millionen Euro und Hoffenheim 3,32 Millionen Euro. Weitere noch nicht zu beziffernde Einnahmen in Millionenhöhe resultieren aus dem sogenannten Marketpool.

(ako/dpa/sid)
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