1. Sport
  2. Fußball
  3. Champions League

Champions League 20/21: Fragen und Antworten zur Gruppen-Auslosung in Nyon

Champions League 20/21 : Fragen und Antworten zur Gruppen-Auslosung

Die Auslosung der kommenden Champions-League-Gruppen in Nyon steht vor der Tür. Worauf müssen sich die deutschen Vertreter einstellen? Was ändert sich durch Corona? Wir beantworten die wichtigsten Fragen.

Was steht an?

Am 20. Oktober startet die europäische Fußball-Elite in die Gruppenphase der Champions League. Die Vorrundengruppen werden am Donnerstag ab 17.00 Uhr (Sky, Dazn) in Genf ausgelost. Neben Titelverteidiger Bayern München warten Vizemeister Borussia Dortmund, Vorjahres-Halbfinalist RB Leipzig und Borussia Mönchengladbach auf ihre Gegner. Außerdem werden Europas Fußballer und Fußballerin des Jahres sowie die Trainer der abgelaufenen Saison bei Männern und Frauen ausgezeichnet.

Wie läuft die Auslosung ab?

Die 32 qualifizierten Teams werden wie üblich auf acht Vierer-Gruppen verteilt. Dabei liegt jedes Team in einem der vier Lostöpfe, die sich aus der Uefa-Fünfjahreswertung ergeben. Durch den Triumph im August ist der FC Bayern als Top-Team im ersten Topf gesetzt. Borussia Dortmund startet in Topf zwei, während der letztjährige Halbfinalist RB Leipzig aus der dritten und Borussia Mönchengladbach aus der vierten Schüssel gezogen werden.

Wie stehen die Los-Chancen der deutschen Teams?

Die Bayern könnten in eine Hammergruppe geraten: In Topf zwei befinden sich unter anderem der FC Barcelona, Atletico Madrid, Manchester City und der FC Chelsea, in Topf drei lauert Europa-League-Finalist Inter Mailand. Der BVB könnte wiederum mit dem russischen Meister Zenit St. Petersburg oder Portugals Titelträger FC Porto einen vermeintlich leichten Gruppenkopf erhalten. Leipzig und Gladbach drohen gleich mehrere große Namen.

Wie sehen die Töpfe genau aus?

Topf 1: Bayern München, Real Madrid, FC Liverpool, FC Sevilla, Juventus Turin, Paris St. Germain, Zenit St. Petersburg, FC Porto; Topf 2: FC Barcelona, Atletico Madrid, Manchester City, Manchester United, Schachtjor Donezk, FC Chelsea, Ajax Amsterdam, Borussia Dortmund; Topf 3 und 4: Dynamo Kiew, RB Leipzig, Inter Mailand, Olympiakos Piräus, Lazio Rom, Atalanta Bergamo, Lokomotive Moskau, Olympique Marseille, Club Brügge, Borussia Mönchengladbach, Istanbul Basaksehir, Stades Rennes, Ferencvaros Budapest - dazu kommen am Mittwochabend noch drei Teams aus den Play-offs. Die Rangfolge ergibt sich aus dem Uefa-Klub-Koeffizienten. Deshalb ist Leipzig in Topf 3 gesetzt, Gladbach in Topf 4.

Was passiert am Donnerstag noch?

Im Rahmen der Auslosung kürt die Uefa Spieler und Spielerin des Jahres sowie die Trainer des Jahres bei Männern und Frauen. Zur Wahl stehen unter anderem die Bayern-Profis Manuel Neuer und Robert Lewandowski sowie deren Quadruple-Coach Hansi Flick, der sich mit Liverpools Jürgen Klopp und Leipzigs Julian Nagelsmann misst. "Ich gehe nicht davon aus, dass ich diese Wahl gewinnen werde", sagte Nagelsmann mit Blick auf seine Konkurrenz. Bei den Frauen sind unter anderem Stürmerin Pernille Harder (zuletzt VfL Wolfsburg, jetzt FC Chelsea) und Wolfsburgs Trainer Stephan Lerch nominiert.

Gibt es Probleme wegen der Corona-Pandemie?

Die in weiten Teilen Europas steigenden Corona-Fallzahlen sorgten spätestens beim Supercup im ungarischen Risikogebiet Budapest für Bauchschmerzen bei einigen Klub-Funktionären. "Wenn wir am Mittwoch in der Champions League in einem Risikogebiet antreten, was wahrscheinlich bei mehr als der Hälfte der beteiligten Großstädte der Fall sein wird, dann sollten die Grundlagen dafür geschaffen sein, dass wir anschließend samstags in der Bundesliga wieder spielen dürfen", sagte BVB-Sportdirektor Michael Zorc der FAS. Noch gibt es keine entsprechenden Richtlinien.

Wie ist der weitere Fahrplan?

Bis zum 9. Dezember soll die Gruppenphase mit annähernd wöchentlichen Spieltagen abgeschlossen sein. Laut dem eng gestrickten Zeitplan der Uefa startet die K.o-Phase nach dem Jahreswechsel am 16. Februar mit den Achtelfinals und endet mit dem Finale am 29. Mai im Istanbuler Atatürk-Olympiastadion.

(ako/sid)