Champions League 19/20: Bayer 04 Leverkusen unterliegt Juventus Turin mit 0:2

Leverkusen - Juventus 0:2 : Bayer verpasst die Minimalchance und spielt in der Europa League

Bayer Leverkusen hält gegen Juventus Turin lange gut mit, muss sich dem Starensemble aber am Ende geschlagen geben. Im kommenden Jahr geht es für die Werkself in der Europa League weiter.

Die Chance war minimal, aber sie war da. Mit Erfolgen gegen Atlético Madrid und bei Lokomotive Moskau hatte sich Bayer Leverkusen nach drei Niederlagen zum Start in die Champions League ein „Endspiel“ gegen Juventus Turin erkämpft. Für das Achtelfinale benötigte die Mannschaft von Trainer Peter Bosz im letzten Gruppenspiel der Champions League einen Sieg gegen das Turiner Star-Ensemble sowie Moskauer Schützenhilfe im Parallelspiel. Beides misslang.

Der Tabellensechste der Bundesliga verlor gegen ein bereits für die K.o.-Runde qualifiziertes Juventus mit 0:2 (0:0) und Atlético bezwang Moskau mühelos mit 2:0. Damit steht fest: Für den Werksklub geht es als Dritter der Gruppe D im neuen Jahr in der Europa League weiter.

Die Leverkusener Fans hatten sich für die Begegnung mit dem von Cristiano Ronaldo angeführten Serienmeister aus Italien offenbar vorgenommen, ihr Team besonders lautstark anzufeuern. In der Anfangsphase feierten sie jede gelungene Grätsche von Aleksandar Dragovic, jeden gewonnen Zweikampf von Charles Aránguiz und jeden mutigen Abschluss von Moussa Diaby wie den Führungstreffer.

Der Tabellensituation entsprechend begannen die offensiv ausgerichteten Hausherren mutig, die erste Gelegenheit verbuchte jedoch die „Alte Dame“ aus Turin. Nach einem Querpass von Gonzalo Higuain verpasste Ronaldo das 1:0 nur um wenige Zentimeter (11.). Leverkusen, das sich zuletzt mit Siegen gegen Madrid, in München und gegen Schalke in einen Lauf gespielt hatte, zeigte sich davon unbeeindruckt. Gleich im Gegenzug ließ der Franzose Diaby mit einem Distanzschuss gegen den Pfosten aufhorchen.

Der Auftakt war freilich verheißungsvoll, ein Tor fiel in den ersten 45 Minuten aber nicht. Der 34-jährige Ronaldo zielte bei seinem Abschluss nach 20 Minuten zu ungenau und Leverkusens Flügelstürmer Karim Bellarabi fand in Torhüter-Legende Gianluigi Buffon seinen Meister (22.). Beim Chipversuch von Kai Havertz funkte der Turiner Merih Demiral in höchster Not dazwischen.

Es sollte die vorerst letzte gute Gelegenheit der Werkself bleiben, die sich im zweiten Spielabschnitt deutlich schwerer tat. Gerade als sich Juventus mit dem torlosen Remis angefreundet zu haben schien, fiel das 1:0 für die Italiener. Der eingewechselte Paulo Dybala bediente den im Zentrum sträflich freigelassenen Ronaldo, der mit seinem rechten Fuß nur noch einschieben musste (75.). In der zweiten Minute der Nachspielzeit sorgte Higuain dann mit dem 2:0 für den Endstand.

Mit der nun feststehenden Gewissheit um das Aus in der Königsklasse stimmten sich die Bayer-Fans gesanglich schon auf die zweite wichtige Partie in dieser Woche ein: Am Samstag (15.30 Uhr) ist der Werksklub zu Gast beim 1. FC Köln.

Statistik

Leverkusen: Hradecky - Lars Bender, Sven Bender, Dragovic, Sinkgraven - Bellarabi (66. Bailey), Demirbay (65. Baumgartlinger), Aranguiz, Diaby - Havertz, Alario (82. Volland). - Trainer: Bosz

Turin: Buffon - Danilo, Rugani, Demiral, De Sciglio - Cuadrado (90.+3 Muratore), Pjanic, Rabiot (85. Matuidi) - Bernardeschi (66. Dybala) - Higuain, Ronaldo. - Trainer: Sarri

Schiedsrichter: Benoit Bastien (Frankreich)

Tore: 0:1 Ronaldo (75.), 0:2 Higuain (90.+2)

Zuschauer: 29.542 (ausverkauft)

Beste Spieler: Lars Bender, Aranguiz - Cuadrado, Higuain

Gelbe Karten: -

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