Bremen - Cottbus 2:0: Werders Joker stechen

Bremen - Cottbus 2:0 : Werders Joker stechen

Bremen (RPO). Werder Bremen hat einen großen Schritt in Richtung direkte Qualifikation für die Champions League gemacht. Die Hanseaten siegten am 31. Spieltag dank des glücklichen Händchens von Trainer Thomas Schaaf 2:0 (0:0) gegen Energie Cottbus.

Dabei trafen die beiden Joker Markus Rosenberg (67.) und Hugo Almeida (79.). Dagegen müssen die Lausitzer, die sich gegen überlegene Bremer lange erfolgreich gewehrt hatten, weiter um den Klassenerhalt bangen.

Das Geduldsspiel brachte Thomas Schaaf scheinbar nicht aus der Ruhe. Äußerlich gelassen und ohne erkennbare Gefühlsausbrüche beobachtete Werder Bremens Trainer mehr als eine Stunde lang das erfolglose Anrennen seiner Mannschaft gegen Energie Cottbus, ehe sich die Emotionen doch noch entluden. "Beim ersten Tor musste die Freude einfach mal raus", rechtfertigte der Coach seinen überschwänglichen Jubel nach dem ersten von zwei Treffern.

Dass sich die Bremer zumindest gegen Cottbus keine Blöße gaben, war in erster Linie Schaafs Wechselgeschick zu verdanken. Zu einem Zeitpunkt, als Werder in der Offensive langsam den Faden verlor, brachte er mit Rosenberg und Almeida zwei zuletzt oft glücklose Stürmer und landete damit zwei Volltreffer. "Ich hatte nach der Pause das Gefühl, dass wir nochmal frischen Schwung brauchen", erklärte Schaaf die Maßnahme, die sich nach wenigen Minuten ausgezahlt hatte.

Zuvor hatten die Gäste erfolgreich "gemauert" und trotz gegnerischer Chancen im Fünf-Minuten-Takt das 0:0 tapfer verteidigt. Vor allem Energie-Torwart Gerhard Tremmel machte eine Bremer Möglichkeit nach der anderen zunichte und war bei den Gegentreffern am Ende letztlich machtlos.

"Wir haben insgesamt zu ängstlich gespielt und damit für zu wenig Entlastung gesorgt. Das kann auf Dauer nicht gut gehen", erklärte der Cottbuser Keeper.

Beste Akteure bei den Platzherren waren Özil und Nationalspieler Torsten Frings, die im Mittelfeld viel Arbeit leisteten. Bei den Gästen zeichneten sich Torwart Tremmel und Abwehrspieler Angelow aus.

Statistik

Schiedsrichter: Helmut Fleischer (Sigmertshausen)

Tore: 1:0 Rosenberg (67.), 2:0 Hugo Almeida (79.)

Beste Spieler: Frings, Özil - Tremmel, Angelow

Rote Karten: keine

Gelbe Karten: Frings (5) - Ziebig (4), Angelow (5/4), da Silva (3)