Borussia Dortmund: Watzke: Bayern wollen uns zerstören

Borussia Dortmund: Watzke: Bayern wollen uns zerstören

Hans-Joachim Watzke hat sich aus der Rolle des Bayern-Konkurrenten ganz offiziell verabschiedet. "Die Bayern haben uns als Rivalen ausgeschaltet", sagte Borussia Dortmunds Geschäftsführer in einem Interview mit dem Radiosender "WDR2" nach dem 2:1-Erfolg in Braunschweig.

Durch die Verpflichtung von Mario Götze im vergangenen Sommer und den bevorstehenden Transfer von Robert Lewandowski "haben sie unser Abläufe natürlich etwas zerstört. Wir müssen sehen, wie wir uns davon erholen", erklärte Watzke.

Bei einer Presserunde in Berlin war der BVB-Geschäftsführer in seiner Wortwahl noch ein wenig drastischer geworden. Zwei Jahre habe Dortmund alles getan, um den Bayern Paroli zu bieten, sagte er nach Informationen der "Bildzeitung". "Jetzt schlagen sie zurück. Sie wollen uns zerstören. Nicht dahingehend, dass sie uns menschlich kaputt machen wollen, weil sie uns nicht mögen, sondern um uns dauerhaft als Konkurrenten auszuschalten, indem sie sich an unseren Spielern bedient haben. Damit wir nie wieder eine Gefahr darstellen." Gleichzeitig aber bezeichnete er diese besondere Art des Konkurrenzkampfes als "legitim, damit müssen wir leben".

Die Bemühungen um weitere sportliche Erfolge wird der BVB deshalb aber nicht einstellen. "Wir müssen uns mit unseren Mitteln wehren", betonte Watzke, "das sind weniger Mittel, und deshalb muss es auch erlaubt sein, ab und zu mal darauf hinzuweisen."

Für den Sommer kündigte der Dortmunder Geschäftsführer verstärkte Aktivitäten auf dem Transfermarkt an. "Wir werden investieren", stellte er fest, "und das nicht wenig. Wir werden ein paar Ausrufezeichen setzen, und wir haben noch Raum für Steigerungen im Gehaltsbudget."

Es wird vermutlich notwendig sein, bis an die Grenzen zu gehen, denn nicht nur die Münchner beäugen die Dortmunder Spieler sehr aufmerksam. Auch im Ausland, in England und Spanien, wird sehr genau hingeschaut, wenn die Borussia spielt. Seit langem ist das Interesse der spanischen Spitzenklubs Real Madrid und FC Barcelona am Dortmunder Mittelfeldspieler Ilkay Gündogan überliefert. Und auf der britischen Insel verdienen Spieler bei Durchschnittsklubs Jahresgehälter, bei denen die BVB-Manager rote Ohren bekommen würden.

(RP)
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