Videobeweis: Richtungsweisende Empfehlung steht bevor

Technikrevolution: Regelhüter beraten über Zukunft des Videobeweises

Die obersten Regelhüter des Fußballs könnten schon in gut zwei Wochen eine richtungsweisende, positive Empfehlung zum dauerhaften Einsatz des viel diskutierten Videobeweises treffen.

Beim jährlichen Business Meeting des International Football Association Board IFAB am 22. Januar in Zürich sollen die Ergebnisse der bisherigen Tests, unter anderem in der Bundesliga, diskutiert werden.

"Basierend auf der Analyse könnte eine hinweisende Empfehlung in Bezug auf die Nutzung des Videoschiedsrichters" gegeben werden, teilte das IFAB am Donnerstag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit. Eine Empfehlung für den Videobeweis gilt derzeit als wahrscheinlich. "Generell denke ich, dass es viel besser läuft, als die Leute erwartet haben, und beinahe jede Woche bekommen wir eine weitere Anfrage von einer anderen Liga, die den Videoschiedsrichter nutzen will", sagte David Elleray, Technischer Direktor des IFAB, der englischen Zeitung "Times".

Eine endgültige Entscheidung ist erst beim General Meeting des IFAB am 2. März möglich. Bei einem positiven Votum wäre der Weg für den Videobeweis bei der WM 2018 in Russland frei, jedes Land könnte sich dann für die dauerhafte Einführung des technischen Hilfsmittels in nationalen Ligen entscheiden.

Der Videobeweis wurde bislang in 13 Ländern getestet, darunter der Bundesliga, der italienischen Serie A und der amerikanischen MLS sowie auf internationaler Bühne unter anderem beim Confederations Cup, der Club-WM und Freundschaftsspielen. Die Analyse der Tests fokussiere sich nicht nur auf Deutschland, sondern auf alle Wettbewerbe, betonte das IFAB.

(dpa)