HSV-Idol kritisiert Kommerzialisierung Uwe Seeler: "Das ist kein Fußball mehr"

Hamburg · Für das deutsche Idol Uwe Seeler hat die Kommerzialisierung des Fußballs den Charakter des Spiels verdorben.

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Die besten Sprüche des Uwe Seeler

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Foto: AP

"Das ist kein Fußball mehr", sagte der Ehrenspielführer der deutschen Nationalmannschaft in einem Interview mit dem "Express" über die Entwicklung des Sports zu einem Teil der Unterhaltungsbranche: "Das ist Party und Geschäft."

Sorgen macht sich der 76-Jährige um seinen Bundesliga-Stammverein Hamburger SV. "Ich habe große Angst davor, dass der HSV vor die Wand knallt", sagte Seeler hinsichtlich der HSV-Probleme im sportlichen und wirtschaftlichen Bereich. Nach dem Amtsantritt von Oliver Kreuzer als Nachfolger des nach Saisonschluss entlassenen Sportdirektors Frank Arnesen allerdings blickt der ehemalige HSV-Boss mit mehr Zuversicht in die Zukunft: "Ich hoffe nur, dass die Verantwortlichen jetzt mit Vernunft agieren und die Probleme in den Griff bekommen."

Mit Neugier verfolgt Seeler die Laufbahn seines vom HSV zu Bayer Leverkusen wechselnden Enkels Levin Öztunali und will im Fall einer Nominierung des U17-Nationalspielers für den Erstliga-Kader der Rheinländer auch ins Leverkusener Stadion kommen: "Warten wir einmal ab, wie er sich entwickelt. Er ist sehr ehrgeizig, fleißig und charakterlich einwandfrei. Wenn es so weit sein sollte, werde ich natürlich im Stadion sitzen."

(sid/seeg)