TSG Hoffenheim: Zukunft von Geschäftsführer Hansi Flick weiter offen

Flick weiter im Urlaub: Zukunft des TSG-Geschäftsführers bleibt unklar

Während die TSG Hoffenheim am Samstag mit 4:2 gegen den FSV Mainz 05 den ersten Sieg 2018 holte, glänze Geschäftsführer Hansi Flick weiter mit Abwesenheit. Die Frage nach seiner Zukunft blieb weiter offen.

Auf seinem Weg in die Kabine hatte Dietmar Hopp nur Zeit für einen kurze Ansprache an noch höhere Mächte. "Gott sei Dank", kommentierte der Mehrheitseigner von 1899 Hoffenheim nach dem 4:2 (1:1) gegen den FSV Mainz 05 den ersten Sieg des Fußball-Bundesligisten im Jahr 2018. Dann war der Milliardär verschwunden, um mit seinem bekannten "Zicke Zacke" die Profis zu erfreuen.

Die Frage nach der Zukunft von Sport-Geschäftsführer Hansi Flick, der laut übereinstimmenden Medienberichten vor dem Aus steht, blieb also weiter offen. Flick war nicht im Stadion und weilt offiziell nach wie vor im Urlaub. Nahezu alle Beobachter gehen davon aus, dass es nur noch um die Modalitäten der Vertragsauflösung mit dem 52-Jährigen geht.

Wie Hopp konnte auch Sportdirektor Alexander Rosen nichts Erhellendes zu dem Thema beitragen. "Ich möchte betonen, dass es keinerlei Machtkämpfe oder etwas Ähnliches gab, an denen ich beteiligt war", sagte Rosen.

Schon zuvor hatte der Sportchef bei Sky erklärt, dass er "zuletzt vor zehn Tagen" Kontakt mit Flick hatte. "Es war alles ganz normal soweit", äußerte Rosen, der nur ein Treffen zwischen Flick und Hopp bestätigte: "Das ist nichts allzu Ungewöhnliches. Um was es da ging, müssen Sie die beiden Herren fragen."

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Flick hatte erst am 1. Juli des Vorjahres sein Amt übernommen und einen Fünfjahresvertrag bei der TSG unterschrieben. Mittlerweile soll es aber zu schweren Dissonanzen zwischen dem früheren Sportdirektor des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) und der restlichen Klubführung um Hopp gekommen sein. Sollte Flick die Kraichgauer tatsächlich verlassen, müsste die Episode als großes Missverständnis bewertet werden.

Schon die Verpflichtung Flicks, die von Hopp überschwänglich gefeiert wurde, hatte Unverständnis hervorgerufen. Die Installierung des früheren Assistenztrainers der Nationalmannschaft schien überflüssig, da sich die Hoffenheimer kurz zuvor erstmals für das internationale Geschäft qualifiziert hatten und die sportliche Leitung um Trainer Julian Nagelsmann und Rosen bestens funktionierte.

Die "Flick-Affäre" drängte das Dienstjubiläum Nagelsmanns in den Hintergrund. Der "Trainer des Jahres" ist seit zwei Jahren im Amt - und darf trotz der aktuellen Leistungsdelle sicher weiter als TSG-Glücksgriff bezeichnet werden.

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(se)