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"Sportschau": Sky-Moderatorin Esther Sedlaczek wird neue „Sportschau“-Gastgeberin

Wechsel zur ARD bestätigt : Esther Sedlaczek wird „Sportschau“-Moderatorin - Opdenhövel verlässt die Sendung

Die „Sportschau“ am Samstag in der ARD ist das Aushängeschild des Senders in der Sportberichterstattung. Nun wechselt Esther Sedlaczek von Sky zur ARD. Matthias Opdenhövel wird die Sendung verlassen.

Im Moderatoren-Team der ARD-„Sportschau“ gibt es ein kleines Beben. Wie die ARD am Donnerstag bestätigte, wechselt Moderatorin Esther Sedlaczek von Sky ins Erste. Einem Bericht der „Bild“ am Mittwoch folgte am Donnerstag die offizielle Bestätigung des Senders.

Seit fast zehn Jahren ist Sedlaczek beim Pay-TV-Sender Sky unter Vertrag, nun steht also der Abschied bevor. Sedlaczek freut sich auf die neue Aufgabe: „Die 'Sportschau' ist seit Jahrzehnten eine absolute Institution in der Sport-Berichterstattung. Ich bin sehr stolz, die Nachfolge von vielen tollen Moderatorinnen und Moderatoren der 'Sportschau' anzutreten, und freue mich sehr auf die neue Aufgabe.“

In einem Moderatoren-Casting setzte sich die heute 35 Jahre alte Berlinerin 2011 gegen zahlreiche Bewerberinnen durch und führte bei Sky an Spieltagen der Bundesliga und Champions League durch die Sendungen. Bei der „Sportschau“ ist Sedlaczek im Moderatorenteam mit den bisherigen Gastgebern Jessy Wellmer und Alexander Bommes, die bereits seit 2017 (Wellmer) und 2015 (Bommes) Gesichter der „Sportschau“ am Samstag sind. Sedlaczek ist nach Monica Lierhaus und eben Jessy Wellmer die dritte Frau in der Geschichte der „Sportschau“, die auch die Spiele der Fußball-Bundesliga am Samstag anmoderiert. ARD-Vorsitzender und Intendant des WDR Tom Buhrow freut sich über die Verstärkung: „Der Wechsel von Esther Sedlaczek in die ARD bedeutet, dass die 'Sportschau' weiblicher wird. Zum ersten Mal haben wir ab Sommer im 18-Uhr-Team am Samstag mehr Moderatorinnen als Moderatoren im Einsatz.“ Sedlazcek wird im August zum ersten Mal in der „Sportschau“ zu sehen sein. Sie soll laut ARD auch als Moderatorin im Rahmen von Live-Spielen im Ersten eingesetzt werden.

Die ARD bestätigte auch, dass Matthias Opdenhövel die ARD verlassen wird. „Die letzten zehn Jahre waren eine tolle Zeit für mich“, wird Opdenhövel in der Pressemitteilung zitiert: „Denn ich konnte meine Vielseitigkeit im Sport ausleben. In der 'Sportschau', beim Skispringen und bei Fußball-Großereignissen. Mit dem absoluten Highlight WM-Finale 2014 im Maracana. Das hat mir alles viel Spaß gemacht. Aber nun ist es Zeit für was Neues. Darauf freue ich mich. Ein dickes TschauTschüss aus Köln!"

Opdenhövel war nicht nur Moderator der „Sportschau“ am Samstag, sondern auch der Skisprung-Übertragungen. Seit Mitte Februar moderiert Opdenhövel auf Pro Sieben die vierte Staffel der Rateshow „The Masked Singer“, in der Promis in verschiedenen Kostümen auftreten und um die Gunst der Fans singen. Buhrow bedauert den Abgang von Opdenhövel: „Der Abschied wird uns schwerfallen. Er hat die 'Sportschau' ungemein bereichert, und seine ganz besondere Art, den Sport - egal ob Fußball oder Skispringen - zu kommentieren, wird den Zuschauerinnen und Zuschauern fehlen."

Während die „Sportschau“ nun also ihren Frauenanteil erhöht, verliert der Pay-TV-Sender Sky zur neuen Saison mit Sedlaczek und Libbertz zwei seiner prominentesten Sportjournalistinnen. Libbertz hat nach eigenen Angaben um Auflösung des Vertrages bei Sky gebeten, wie der Sender am Donnerstag bestätigte.

Die 46-Jährige arbeitet nach eigenen Angaben zukünftig vermehrt für den Fußball-Weltverband FIFA. „Ich habe mich für einen klaren Schnitt entschieden, bleibe dem Fußball aber erhalten“, sagte sie der „Bild“. Libbertz hatte vor 17 Jahren unter dem Namen Jessica Kastrop beim damals Premiere heißenden Pay-TV-Sender begonnen und war zuletzt bereits für die FIFA tätig.

(mja/ots)