Sebastian Rudy soll Schalke gegen Hertha sofort helfen

Trainer Tedesco schätzt die Ruhe des Zugangs : Soforthelfer Rudy vor Debüt auf Schalke

Nationalspieler Sebastian Rudy steht vor seinem Debüt bei Schalke 04. Der Zugang ist vor dem Spiel gegen Hertha BSC wie Hamza Mendyl ein Kandidat für die Startelf.

Domenico Tedesco wollte vor dem ersten Heimspiel der Saison keine Garantien ausstellen. Doch der Trainer ließ keinen Zweifel daran, dass Sebastian Rudy nur wenige Tage nach seinem Wechsel zu Schalke 04 schon beim anstehenden Duell mit Hertha BSC am Sonntag (18.00 Uhr/Sky) vor einem Einsatz von Beginn an steht.

Erst am Montag war der Wechsel von Rudy über die Bühne gegangen. 16 Millionen Euro soll dem Vizemeister der Nationalspieler vom FC Bayern wert gewesen sein, für seinen neuen Coach bestens investiertes Geld. "Er hat eine bewundernswerte Ruhe am Ball und löst sich immer wieder gut aus Drucksituationen", sagte Tedesco: "Es gibt nicht viele Spieler, die das so beherrschen."

Neben Allrounder Rudy darf bei Königsblau in Hamza Mendyl ein weiterer Neuer auf sein Debüt hoffen. Der marokkanische Linksverteidiger war beim verpatzten Auftakt in Wolfsburg (1:2) nicht eingesetzt worden, ist nun aber eine Alternative. "Hamza und auch Basti sind zwei mögliche Startelfkandidaten", sagte Tedesco am Freitag.

Der 32-Jährige hat personell kaum Sorgen, sondern eher die Qual der Wahl. "Wir haben jetzt einen Kader, der durchaus auch Möglichkeiten zum Wechseln lässt. Das ist ja das Schöne", sagte der Deutsch-Italiener: "Wir haben eine gute Mischung."

Durch die Rotsperre von Verteidiger Matija Nastasic, der erst nach der Länderspielpause wieder mitwirken darf, muss Tedesco umbauen. Ob die Knappen wie in der Vorwoche mit einer Dreierkette spielen oder auf eine Viererkette umstellen, ließ der Trainer offen.

"Wir beherrschen beide Systeme. Naldo hat den Großteil seiner Karriere in der Viererkette gespielt, für Salif Sane wäre das ebenfalls kein Problem. Und auch die anderen Spieler in unserem Team wissen, wie sie sich in dieser Formation zu verhalten haben", so Tedesco.

Der Gegner rechnet sich in Gelsenkirchen durchaus etwas aus. "Klar, Schalke will gewinnen, aber das wollen wir auch", sagte Hertha-Trainer Pal Dardai: "Wir wollen mutig und frech sein." Der letzte Sieg auf Schalke gelang den Berlinern allerdings vor fast 14 Jahren.

(pabie/sid)
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