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Schiedsrichter: Videobeweis-Einsätze in der Bundesliga oftmals richtig

VAR-Einsatz in jedem dritten Spiel : Schiedsrichter-Bosse geben acht falsche Videobeweis-Einsätze zu

Der Videobeweis erhitzt immer noch regelmäßig die Gemüter. Die Schiedsrichter-Bosse des DFB haben nun erste Zahlen für aktuelle Bundesliga-Saison veröffentlicht. Demnach gab es bisher nur acht falsche Entscheidungen.

Kurz vor dem Saisonende in der Bundesliga hat die Schiedsrichter-Spitze des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) ihren Schützlingen hinsichtlich des Videobeweis-Einsatzes ein gutes Zeugnis ausgestellt. Nach den Zahlen, die der DFB am Mittwoch bei einem virtuellen Workshop veröffentlichte, gab es inklusive des 31. Spieltags 88 Eingriffe durch die Video-Assistenten. Davon seien 80 korrekt gewesen, allerdings habe achtmal eine fällige Intervention gefehlt.

Die häufigsten Eingriffe aus dem Kölner Keller gab es am 15. Spieltag, als neunmal interveniert wurde. Laut der Statistik gab es in jedem dritten Spiel einen Eingriff. Im Schnitt dauerte die Aufarbeitung einer Szene in der Eliteklasse rund 80 Sekunden.

Bei einem anderen strittigen Thema, dem Handspiel im Strafraum, gab es während des bisherigen Saisonverlaufs 72 Szenen. Dabei wurde nur 19 Mal auf Elfmeter entschieden.

Um die Handspiel-Diskussionen zukünftig zu minimieren, gilt ab der kommenden Spielzeit ein vereinfachtes Regelwerk. Maßgebend für einen Strafstoß-Pfiff ist dann in erster Linie eine sogenannte "unnatürliche" Körperhaltung. Als unnatürlich soll aber nur noch gelten, wenn das Handspiel nicht zur natürlichen Körperbewegung des Spielers passt.

"Die Diskussionen werden bleiben. Aber vielleicht werden sie sach- und fachgerechter geführt", sagte Schiedsrichter-Chef Lutz-Michael Fröhlich: "Der Schiedsrichter wird mehr Interpretationsspielraum haben. Bisher war es sehr faktisch geregelt und es gab zudem Interpretationsspielraum. Das war für mich zu viel."

Zudem sind die Schiedsrichter bei Handspielen im Strafraum zukünftig angehalten, im Zweifel das Spiel laufen zu lassen. So sei eine Intervention durch den Video-Assistenten besser möglich als bei der Aufarbeitung einer gefällten Elfmeter-Entscheidung.

(dör/SID)