Das größte VAR-Problem Der Fußball zahlt für vermeintliche Gerechtigkeit einen zu hohen Preis

Meinung | Düsseldorf · Die Aberkennung des Gladbachers Ausgleichstores in Bochum offenbart den größten Schaden, den der Video-Assistent (VAR) dem Fußball zufügt. Er zerrt Schiedsrichter auf eine Bühne, die das Wesen des Spiels im Kern angreift. Warum es das nicht wert ist, kommentiert unser Autor.

Gladbach verliert beim VfL Bochum: die Fan-Reaktionen zum 1:2
Link zur Paywall

Gladbach verliert 1:2 in Bochum - die Fan-Reaktionen

Infos
Foto: dpa/Bernd Thissen

Dass es inzwischen keinen Spieltag mehr in der Bundesliga gibt, der ohne emotionale Diskussion um eine strittige Entscheidung des Video-Assistenten (VAR) auskommt, daran hat sich Fußball-Deutschland längst gewöhnt. Und auch daran, dass es auf die Frage, ob das Spiel durch das Eingreifen des „Kölner Kellers“ nun am Ende gerechter wird, keine eindeutige Antwort gibt. Aber beim Spiel des VfL Bochum gegen Borussia Mönchengladbach am Dienstagabend (2:1) wurde für jeden sichtbar, was im Kern das größte Problem des VAR ist: Er verleiht den Schiedsrichtern eine Bühne, eine Prominenz, ja einen Anteil am Spiel, der ihnen nicht zusteht. Der ihnen nicht zustehen darf, wenn der Fußball auch in Zukunft der Sport sein soll, den Milliarden Fans weltweit lieben.