SC Freiburg: Trainer Christian Streich würde den Videobeweis gerne wieder abschaffen

Nach Freiburgs 0:0 gegen Schalke : Streich würde den Videobeweis am liebsten wieder abschaffen

Christian Streich konnte einige Schiedsrichter-Entscheidung beim 0:0 des SC Freiburg bei Schalke 04 nicht nachvollziehen. Auch mit dem Videobeweis ist der SCF-Trainer nicht gerade im Reinen.

Christian Streich und die Schiedsrichter - eine ganz besondere Beziehung. Das war auch beim 0:0 des SC Freiburg auf Schalke so. Mit zwei Entscheidungen konnte sich der 53 Jahre alte Coach gar nicht anfreunden.

Die Gelb-Rote Karte für Christian Günter fand Streich „unverständlich“ und „verrückt“. Der Platzverweis in der Nachspielzeit hatte für den Ausgang der Partie zwar keine Bedeutung, aber nun fehlt der Linksverteidiger den Badenern gegen Augsburg.

Schlimmer zu ertragen war für Streich, dass Referee Frank Willenborg seinem Team in der 81. Minute erst einen Handelfmeter zusprach, den Strafstoßpfiff nach Intervention der Video-Assistenten Harm Osmers und Tobias Reichel und eigenem Bilder-Studium aber wieder zurücknahm. Schalkes Omar Mascarell war bei einer Rettungsgrätsche nah der Außenlinie der Ball an den Arm gesprungen.

So war es nichts mit der Chance zum SC-Siegtreffer. Nach Streichs Ansicht hätte Köln sich laut Regelwerk gar nicht einschalten dürfen, weil es „keine klare Fehlentscheidung“ war. „Aber scheinbar ist es nicht so - kompliziert“, sagte Streich fast verzweifelt. Markus Merk pflichtete ihm bei. Er sei „erstaunt, dass der Videoassistent eingegriffen“ habe, meinte der Schiedsrichterexperte von Sky. „Es ist Fakt, dass es keine klare Fehlentscheidung war.“

Geht es nach Streich, wäre das Spiel wieder so, wie er es ohne Videobeweis kennt. „Das Spiel ist ein anderes. Wenn es ein Tor gibt, da traut sich ja gar niemand mehr zu jubeln. Ich bin altmodisch und konservativ - ich habe das Spiel lieber, wie es vorher war“, sagte Streich.

(dpa/old)
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