Bayern Münchens Superstar: Robben zahlt die Ablöse zurück

Bayern Münchens Superstar: Robben zahlt die Ablöse zurück

Düsseldorf (RP). Mit einem herrlichen Schuss in den Torwinkel hat der niederländische Fußballstar den Treffer zum 2:3 erzielt, das dem FC Bayern im Spiel beim AC Florenz den Einzug ins Viertelfinale der Champions League sicherte. Er war den Münchnern im vergangenen Jahr rund 24 Millionen wert.

Als der FC Bayern im August vergangenen Jahres kurz vor Ende der Transferfrist Arjen Robben in die Bundesliga holte, waren die Reaktionen auf die aufsehenerregende Investition keineswegs einhellig. Das überragende Talent des Flügelstürmers war über jeden Zweifel erhaben. Im Trikot des FC Chelsea und von Real Madrid bewies Robben internationale Klasse, auch wenn er bei den Königlichen nach der Verpflichtung der Superstars Kaká und Cristiano Ronaldo keine Zukunft mehr hatte.

Groß war dagegen die Skepsis, ob er den Ruf widerlegen könne, äußerst verletzungsanfällig zu sein. Er hatte das Image eines Spielers mit "Glasknochen". Hatten die Bayern nicht eher einen neuen Torhüter, Innen- oder Außenverteidiger nötig? Und war der Mann wirklich die rund 24 Millionen Euro wert, die der deutsche an den spanischen Rekordmeister für ihn zahlte?

Keine Zweifel mehr

Ein gutes halbes Jahr später hat Arjen Robben die Zweifel beseitigt. Fast allein durch das Traumtor zum 2:3 im Champions-League-Rückspiel beim AC Florenz (Hinspiel 2:1/die Bayern haben das Viertelfinale erreicht, weil sie auswärts einen Treffer mehr als Florenz erzielten) hat er die hohe Ablöse wieder zurückgezahlt. Zudem hatte er mit einem Foulelfmeter auch schon in München getroffen.

Der FC Bayern konnte sich den überraschenden Transfer-Coup im August ohne wirtschaftliche Bedenken leisten, weil er dabei nur sein Festgeldkonto anzapfen mussten, wie Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge betonte. Und die satten Einnahmen, die der Klub in dieser Saison allein in Europas Königsklasse verbucht, geben den Verantwortlichen von der Säbener Straße nun auch im Nachhinein Recht: Nach dem Einzug ins Viertelfinale haben die Münchner bereits rund 40 Millionen Euro sicher.

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Reicher, glücklicher FC Bayern! Auf den deutschen Branchenriesen wartet neben dem großen Geld aus der Königsklasse und der Bundesliga (Zuschauerschnitt: 69.000) auch noch mindestens eine Einnahme aus dem DFB-Pokal (Halbfinale auf Schalke).

Spektakuläre Flügelzange

In der Bundesliga kann der Rekordmeister auf Robben ebenfalls nicht mehr verzichten. Ohne dessen Tore (8) und Torvorlagen (5) hätte die Mannschaft von Trainer Louis van Gaal heute elf Punkte weniger auf dem Konto, der Abstand zur Spitze wäre erheblich. Mit Vizeweltmeister Franck Ribéry bildet der Niederländer eine Flügelzange, die in Europa jedem Vergleich mit einem anderen Superduo standhält. "Robbery" wurden die beiden gleich nach Robbens fulminantem Einstand Ende August beim 3:0 gegen Titelverteidiger VfL Wolfsburg genannt. Sie sollen der Konkurrenz ja noch viele Punkte rauben. Ganz nach dem englischen Wort für Raub: robbery.

Dadurch, dass sie wieder einmal in die Runde der letzten acht eingezogen sind, haben die Bayern ihre Chancen womöglich deutlich verbessert, Ribéry über die Saison hinaus halten zu können. "Wir haben eine tolle Mannschaft", sagt der Franzose. "Wir wollen Großes erreichen, und wir können alle Wettbewerbe, in denen wir noch sind, gewinnen." Dass dazu zumindest in der Champions League eine erhebliche Steigerung nötig ist, weiß auch Robben. Mannschaften wie Barcelona oder Chelsea seien bessere Teams, erklärt er, "da müssen auch wir besser spielen".

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(RP)