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Hausdurchsungen nach Fanbus-Attacke: Polizeirazzia gegen "Wilde Horde"

Hausdurchsungen nach Fanbus-Attacke : Polizeirazzia gegen "Wilde Horde"

Der Angriff Kölner Hooligans auf einen Mönchengladbacher Fanbus vor knapp zwei Wochen wird weiter mit Hochdruck untersucht. Polizeibeamte durchsuchten am Donnerstag 21 Wohnungen von Anhängern des 1. FC Köln, die mutmaßlich an dem Überfall beteiligt waren. Im Zentrum der Ermittlungen steht die Ultra-Gruppierung "Wilde Horde".

Das Vereinsheim der Gruppierung wurde ebenfalls laut eines Berichts des "Kölner Stadtanzeigers" durchsucht. Ziel der Aktion sei es gewesen, Beweismittel wie etwa Handyvideos oder -fotos von dem Übergriff zu finden. Die Polizei nahm am Donnerstag Wohnungen in Köln, Bergisch Gladbach, Zülpich, Euskirchen, Nettersheim, Schleiden, Wipperfürth, Kall und Dernau (Rheinland-Pfalz) ins Visier.

Mitglieder der "Wilden Horde" stehen im Verdacht, an einem Angriff auf einen Fan-Reisebus des Kölner Erzrivalen Borussia Mönchengladbach Anfang März beteiligt gewesen zu sein.

Die teilweise vermummten Ultras sollen auf einem Rastplatz Scheiben des Busses eingeschlagen und mit ihren Autos versucht haben, den Reisebus auf der Autobahn 3 auszubremsen und abzudrängen. Die Polizei ermittelt gegen neun Kölner Anhänger unter anderem wegen Nötigung, Bedrohung, Sachbeschädigung und Landfriedensbruch.

Nach den jüngsten Angriffen auf reisende Fans sieht der Deutsche Fußball-Bund (DFB) die staatlichen Behörden in der Pflicht. "Hier sind Polizei und Justiz zuständig, die wir im Rahmen unserer Möglichkeiten unterstützen. Solche Straftaten müssen konsequent und umgehend verfolgt und geahndet werden", sagte der DFB-Sicherheitsbeauftragte Hendrik Große-Lefert dem "kicker".

Nach der Attacke auf den Bus mit Anhängern von Borussia Mönchengladbach von Kölner Randalierern, wurde zuletzt auch in Rostock ein Bus mit Fans von Eintracht Frankfurt angegriffen.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Fan-Kontrollen vor dem Derby in Köln

(can)