Wegen Fan-Ansammlungen vor den Stadien Polizei-Gewerkschaften stehen Geisterspielen skeptisch gegenüber

Düsseldorf · Die Politik prüft, ob sie der Fußball-Bundesliga ab Mai die Wiederaufnahme des Spielbetriebs über Geisterspiele ermöglichen kann. Die Polizei-Gewerkschaften in NRW warnen, dass Spiele ohne Zuschauer keine Spiele ohne Fans bedeuten.

 Gladbach-Fans beim Geisterspiel gegen Köln vor dem Stadion.

Gladbach-Fans beim Geisterspiel gegen Köln vor dem Stadion.

Foto: dpa/Jonas Güttler

Die beiden Polizeigewerkschaften in Nordrhein-Westfalen stehen möglichen Geisterspielen der Fußball-Bundesliga ab Mai skeptisch gegenüber. „Derartige Veranstaltungen, welche auch mit gebündelten Anreisen von Fangruppen einhergehen, würden uns schon vor personelle Herausforderungen stellen“, sagte Erich Rettinghaus, NRW-Vorsitzender der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG), unserer Redaktion. Michael Maatz, stellvertretender NRW-Vorsitzender der Gewerkschaft der Polizei (GdP) äußert sich noch kritischer: „Für die Dauer der Kontaktsperre dürfen keine Geisterspiele stattfinden. Das Ansteckungsrisiko muss auch für Spieler und Schiedsrichter, aber auch für Mannschaftsbetreuer und Mitarbeiter der Stadien und Rundfunk- und Fernsehanstalten minimiert werden“, sagte er.