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Neue Corona-Regeln: Ab sofort 750 Zuschauer in NRW-Stadien erlaubt

Neue Corona-Regeln : NRW erlaubt 750 Zuschauer in Stadien

Keine Geisterspiele mehr in NRW. Die neue Corona-Schutzverordnung gilt ab Donnerstag und besagt: Bei Veranstaltungen sind einheitlich 750 Zuschauer erlaubt. Das gilt auch für Fußballspiele in Bundesliga und Zweiter Liga.

In den nordrhein-westfälischen Fußballstadien sind ab Donnerstag einheitlich 750 Zuschauerinnen und Zuschauer erlaubt. Das geht aus der angepassten NRW-Corona-Schutzverordnung hervor, die am Dienstag veröffentlicht wurde. Die Neuregelung gilt demnach ab 13. Januar „einheitlich auch für überregionale Veranstaltungen“.

Bund und Länder hatten aus Sorge wegen der Virus-Variante Omikron Geisterspiele beschlossen, einige Bundesländer waren jedoch ausgeschert. In den NRW-Stadien waren zum Rückrundenstart am vergangenen Wochenende keine Fans zugelassen.

Die Kölner Haie aus der Deutschen Eishockey Liga erklärten sogleich, zum Derby am Sonntag gegen die Düsseldorfer EG (14.00 Uhr) entsprechend viele Menschen auch wieder reinzulassen. „Hinter den Kulissen findet aktuell die Abstimmung zum weiteren Vorgehen statt“, hieß es von den Haien.

Unklar war zunächst noch, wie die anderen Proficlubs mit der Änderung umgehen. In der Bundesliga empfängt Borussia Dortmund bereits am Freitagabend den SC Freiburg. Dortmunds Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke hat zuletzt die erneuten Geisterspiele in der Bundesliga kritisiert. „Mir geht es nicht darum, jetzt die Stadien vollzumachen, das wäre ein völlig falsches Signal. Aber ich halte zehn Prozent der Stadionkapazität für angemessen. Meinetwegen sogar zehn Prozent ausschließlich Geboosterte“, sagte Watzke im Spiegel-Interview.

Laut Watzke müsse der Fußball für „Symbolpolitik“ herhalten. „Erklären Sie mir, warum Musicalhallen zweimal pro Tag mit 750 Menschen und einer Auslastung von 45 Prozent besetzt werden und in den großen Freiluftstadien keine Zuschauer zugelassen sind. Da fühlt man sich schon ein wenig im Stich gelassen“, sagte Watzke.

Der Fußball würde solche Geisterspiele nicht mehr lange durchhalten. „Das wird einem ganzen Wirtschaftszweig den Garaus machen“, sagte der neue Aufsichtsratsvorsitzende der Deutschen Fußball Liga (DFL): „Jedes Spiel ohne Zuschauer kostet uns vier Millionen Euro. Das ist wirtschaftlich kaum noch zu verkraften. Zudem wird die Verbindung zwischen dem Klub und seinen Fans ein gutes Stück weit zerstört. Ein Teil der Zuschauer wird nicht zurückkommen. Das führt dazu, dass wir noch größere Probleme bekommen werden in fünf oder zehn Jahren.“

Neben Dortmund spielen am Wochenende zudem der 1. FC Köln gegen Spitzenreiter FC Bayern München, Borussia Mönchengladbach gegen Bayer Leverkusen und Arminia Bielefeld gegen die SpVgg Greuther Fürth. Beim Re-Start der 2. Bundesliga hat der FC Schalke 04 am Sonntag ein Heimspiel gegen Holstein Kiel. Der Zweitligist entschied von einer normalen Ticketvergabe abzusehen. Neben einigen Kontingenten für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Vereins und soziale Einrichtungen werden Tickets an die Fans der Königsblauen verlost.

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Zum Schutz aller Stadionbesucher entschied der Revierclub zudem, diese Partie unter der Maßgabe „2G+“ zu veranstalten. Demnach „müssen alle Zuschauer vollständig geimpft/genesen (2G) sein und zusätzlich am Eingang einen negativen Schnelltestnachweis vorzeigen. Eine eventuell bereits erfolgte Auffrischungsimpfung (Boosterimpfung) befreit in diesem konkreten Fall nicht von der Testpflicht“, hieß es in der Mitteilung.

Zum Rückrundenstart hatten die Bundesliga-Klubs noch auf Zuschauer verzichten müssen.

(old/kron/SID)