Kalibrierte Abseitslinien kommen für Bundesliga-Saison 2018/19 - Drees leitet Video-Assistenten

Technische Neuerungen : Abseitslinien kommen für neue Saison - Drees leitet Video-Assistenten

Die Bundesliga-Schiedsrichter sollen in der neuen Saison Abseitsentscheidungen mit Hilfe der Linientechnik treffen. Bei ganz knappen Entscheidungen soll eine 3D-Linie eingesetzt werden.

Abseitsentscheidungen sollen ab der kommenden Spielzeit in der Bundesliga mit Hilfe von kalibrierten Linien getroffen werden. Dabei wird bereits ab dem 1. Spieltag Ende August das Hawk-Eye-System, das auch bei der Fußball-WM in Russland angewendet wurde, zum Einsatz kommen, wie der Deutsche Fußball-Bund (DFB) und die Deutsche Fußball Liga (DFL) am Freitag auf einer Pressekonferenz in Frankfurt mitteilten.

Bei besonders knappen Entscheidungen soll zudem eine 3D-Variante der Abseitslinie helfen. Wird eine Szene überprüft, soll die Grafik mit der Abseitslinie im TV-Signal gezeigt werden.

In der vergangenen Bundesliga-Rückrunde gab es besonders viele knappe Abseitsentscheidungen. „Bei uns waren es 40 Situationen, das ist extrem“, stellte DFB-Schiedsrichterboss Lutz Michael Fröhlich fest. Die erfolgreiche Nutzung bei der WM werten DFL und DFB als „Qualitätssignal“.

Der frühere Schiedsrichter Jochen Drees wird beim DFB künftig beim Thema Videoassistent die Leitung übernehmen. Der 48-Jährige werde den Posten zum 1. Oktober hauptamtlich und in Vollzeit antreten, teilte DFB-Vizepräsident Ronny Zimmermann mit. „Jochen Drees hat sich beim Thema Video-Assistent hervorgetan. Er hat einen richtig guten Job gemacht“, sagte Zimmermann. Drees war seit 2001 Bundesliga-Schiedsrichter und wurde im vergangenen Jahr verstärkt als Video Assistant Referee (VAR) in Köln eingesetzt.

Der frühere Schiedsrichter wird für seine neue Aufgabe beim DFB seine Arztpraxis zum Ende dieses Monats aufgeben. „Das Thema VAR ist ein sehr wichtiges und gehaltvolles Thema“, sagte Drees.

(rent/dpa)