Bayern-Börsengang nicht ausgeschlossen: Kahn als Hoeneß-Nachfolger im Gespräch

Bayern-Börsengang nicht ausgeschlossen : Kahn als Hoeneß-Nachfolger im Gespräch

München (rpo). Ganz behaglich ist ihm bei der Idee zwar nicht, aber Bayern-Manager Uli Hoeneß schließt einen Börsengang des deutschen Fußball-Rekordmeisters nicht völlig aus. Gleichzeitig betonte Hoeneß, dass er seinen Posten zum 31. Dezember 2006 räumen werde. Als Nachfolger sei Oliver Kahn "in der Diskussion".

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p class="text"><P>München (rpo). Ganz behaglich ist ihm bei der Idee zwar nicht, aber Bayern-Manager Uli Hoeneß schließt einen Börsengang des deutschen Fußball-Rekordmeisters nicht völlig aus. Gleichzeitig betonte Hoeneß, dass er seinen Posten zum 31. Dezember 2006 räumen werde. Als Nachfolger sei Oliver Kahn "in der Diskussion".

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p class="text">"Wenn wir trotz neuem Stadion, mit Fernsehgeld, mit Merchandising und Sponsoren gegenüber Manchester und Real Madrid nicht mehr konkurrenzfähig wären, dann müsste man sich diesen Weg überlegen", sagte er der Bild-Zeitung.

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p class="text">Er machte aber auch deutlich, dass ihm diese Option nicht behage: "Denn man gibt ja auch was weg - und plötzlich hast du nichts mehr zu versilbern." Die FC Bayern München AG hat bislang lediglich zehn Prozent ihrer Anteile für rund 78 Millionen an den strategischen Partner adidas abgetreten.

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p class="text">Nichts übrig hat Hoeneß dagegen für einen Investor wie Roman Abramowitsch: Der russische Öl-Milliardär sicherte sich vor Beginn der Saison die Mehrheit am englischen Premier-League-Klub FC Chelsea und investierte beim Gegner des VfB Stuttgart im Achtelfinale der Champions League danach zusätzlich rund 160 Millionen Euro in neue Spieler. "Wenn da einer käme, würde 300, 400 Millionen bieten - ich hätte nur eine Antwort: Bleiben sie, wo sie sind", sagte Hoeneß.

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p class="text">Angesichts des Neubaus sowie eines künftigen wirtschaftlich rentablen Betriebs des neuen Münchner Stadions hofft der Manager des FC Bayern auf eine sportliche Konsolidierung des Lokalrivalen TSV 1860. "Alles funktioniert nur reibungslos, wenn beide in der Liga eine Rolle spielen und nicht einer nur herumkrebst." Ein Rang zwischen sechs und zehn wäre für die "Löwen" wünschenswert, so Hoeneß, "am besten wäre natürlich, wenn beide Klubs international vertreten sind." Die beiden Münchner Klubs sind gleichberechtigte Partner bei der Realisierung des 280-Millionen-Projekts.

Noch einmal betonte Hoeneß, dass er seinen Posten als Manager des deutschen Rekordmeisters zum 31. Dezember 2006 räumen werde. Was die Nachfolge angehe, so sei der Klub mit Nationaltorhüter Oliver Kahn "in der Diskussion". Nicht dementieren wollte Hoeneß in diesem Zusammenhang seine Ambitionen auf die Nachfolge von "Kaiser" Franz Beckenbauer als Vereinsvorsitzender: "Als Präsident bin ich ja Vorsitzender des Aufsichtsrates. Diesen Job kann man auch sehr aktiv angehen." Beckenbauers derzeitige vierte Amtszeit läuft im November 2006 aus.