1. Sport
  2. Fußball
  3. Bundesliga

Heute Gespräch mit Präsident Kind: Hannover 96 und Schmadtke stehen vor der Trennung

Heute Gespräch mit Präsident Kind : Hannover 96 und Schmadtke stehen vor der Trennung

Bundesligist Hannover 96 steht vor einer Trennung von Sportdirektor Jörg Schmadtke. Vereinspräsident Martin Kind hat für den heutigen Mittwoch ein Gespräch mit dem Manager angesetzt.

Dabei soll es nach dpa-Informationen auch um die mögliche Freistellung von Schmadtke gehen. Der 49 Jahre alte frühere Bundesliga-Torwart besitzt bei den Niedersachsen einen unbefristeten Vertrag.

Seit einigen Wochen wird über einen Rücktritt von Schmadtke spekuliert, der seit dem 1. Juli 2009 für Hannover 96 tätig ist. In dieser Zeit qualifizierte sich das Team von Trainer Mirko Slomka zweimal für die Europa League. Das Verhältnis zwischen Schmadtke und Slomka gilt seit Monaten als zerrüttet.

Hannovers Image bekommt Kratzer

Das Image des zuletzt so erfolgreichen Klubs leidet allerdings von Tag zu Tag mehr. "Wir haben den Medien Schlagzeilen geliefert. Wir müssen akzeptieren, dass wir nach außen scheinbar ein Bild der Irritation und Unruhe vermitteln. Und das ist nicht hilfreich", sagte Kind: "Es ist gar keine Frage, dass Unruhe und Unklarheit bewusst oder unbewusst gewisse Auswirkungen hat."

Schmadtke, um den sich Gerüchte um ein Engagement beim Zweitligisten 1. FC Köln halten, war am Freitag dem 1:3 der Niedersachsen in Freiburg wegen einer Geburtstagsfeier seines Mentors Werner Faßbender (80) ferngeblieben. In den abgelaufenen Wochen witterte der 49-Jährige eine Kampagne gegen seine Person. "Da würden einige gerne sehen, dass ich gehe", hatte er zuletzt gesagt und einen Rücktritt ausgeschlossen: "Ich bin voll in der Planung für die neue Saison."

Zwischen "Eiszeit" und "Kindergarten"

Zuletzt war in Hannover von einer "Eiszeit" die Rede, wahlweise auch vom "Kindergarten Hannover". Immer wieder setzte sich Kind mit den beiden Streithähnen an einen Tisch und versuchte, den Riss irgendwie zu kitten - mit kurzfristigem Erfolg. Der neue Putz ist offenbar schon wieder stark brüchig.

"In der gefühlten Wahrnehmung kann ich bestätigen, dass da im Moment gewisse Irritationen bestehen, die mehr in der gefühlten Wahrnehmung liegen und das ist nicht ganz ungefährlich", sagte Kind: "Die rationalen Fragestellungen lassen sich entscheiden, Emotionen sind immer etwas schwieriger."

(dpa/can/sid/sap)