Fußball-Bundesliga: VfB Wolfsburg schlägt TSG 1899 Hoffenheim mit 4:1

Hoffenheim - Wolfsburg 1:4 : Wolfsburg landet einen Big Point im Kampf um Europa

Zwei Patzer von Torwart Oliver Baumann haben die TSG Hoffenheim im Rennen um einen Platz in der Königsklasse weit zurückgeworfen. Nach vier Siegen in Folge unterlagen die Kraichgauer 1:4 (1:1) gegen den VfL Wolfsburg.

Die Wölfe sind durch den Sieg wieder mittendrin im Europacup-Kampf.

Der zuvor starke Baumann ließ zunächst einen harmlosen Kopfball des Niederländers Wout Weghorst durch die Arme rutschen (69.). Auch beim dritten Gegentreffer von Maximilian Arnold aus spitzem Winkel (85.) sah der Keeper nicht gut aus. Zudem waren der Brasilianer William (41.) und noch einmal Weghorst (88.) für Wolfsburg erfolgreich. Es war der erste VfL-Sieg in Sinsheim seit sechseinhalb Jahren. Der Ungar Adam Szalai (9.) traf für Hoffenheim. Durch die Niederlage hat die TSG, die in der vergangenen Saison Dritter wurde, vier Punkte Rückstand auf die Champions-League-Plätze.

"Das ist wahnsinnig ärgerlich, ich habe ihn so blöd selber reingemacht", gab Baumann am Sky-Mikrofon mit Blick auf das entscheidende 1:2 zu und fügte mit Galgenhumor an: "Bis auf das andere Tor, das auch ärgerlich war, habe ich alles gehalten. Ich weiß auch nicht, was heute los war. Aber wir sind ja alle Menschen."

Den 27.725 Zuschauern in der Sinsheimer Arena wurde sofort etwas geboten. Nach einem Warnschuss des Hoffenheimer Nationalspielers Nico Schulz (1.) hatten die Gäste zwei gute Möglichkeiten. Zunächst hielt Baumann gegen Admir Mehmedi (2.), dann lenkte er einen Schuss von Felix Klaus an die Latte (4.). Auf der Gegenseite sorgte Ishak Belfodil zweimal für Gefahr (5. und 7.).

Zwei Minuten später war nach einem grandiosen Spielzug der Kraichgauer über das ganze Feld die Führung für die TSG perfekt. Szalai schloss die Vorarbeit von Andrej Kramaric und Schulz ab.

Die Hoffenheimer, die ohne den gesperrten Kerem Demirbay sowie Benjamin Hübner, Dennis Geiger, Robin Hack und Joelinton auskommen mussten, blieben auch nach der Führung auf dem Gaspedal. In der 13. Minute traf Belfodil die Latte. Danach gab es einen Foulelfmeter für die Gastgeber nach Videobeweis, den Kramaric allerdings an den Pfosten setzte (15.).

Die Wolfsburger, bei denen Stammtorwart Koen Casteels, John Anthony Brooks, Jerome Roussillon, Felix Uduokhai und Daniel Ginczek fehlten, konnten sich kaum vom Druck befreien. In der 23. Minute vergab Szalai die Chance auf seinen zweiten Treffer. Vier Minuten später war es Robin Knoche auf der anderen Seite, der den Ausgleich auf dem Kopf hatte.

Nach dieser Szene wurden die Niedersachsen stärker, Mehmedi verzog nur knapp aus der Distanz (37.). Kurz darauf kam Maximilian Arnold nicht an Baumann vorbei (38.). Besser machte es William mit seinem Kunstschuss zum Ausgleich.

Nach dem Seitenwechsel blieben die großen Möglichkeiten zunächst aus. Nach einer Stunde war der Ausgang völlig offen, beide Mannschaften spielten auf Sieg. Die besten Chancen in dieser Phase hatten die Hoffenheimer Szalai (65.) und Kasim Adams (67.). Kurz darauf leistete sich Baumann seinen Fauxpas.

Statistik

Hoffenheim: Baumann - Bicakcic (73. Nelson), Vogt, Adams - Kaderabek, Amiri (56. Bittencourt), Grillitsch, Schulz - Kramaric - Belfodil, Szalai. - Trainer: Nagelsmann

Wolfsburg: Pervan - William, Knoche, Tisserand, Sebastian Jung (56. Steffen) - Gerhardt, Guilavogui, Arnold - Mehmedi (84. Malli) - Klaus (77. Rexhbecaj), Weghorst. - Trainer: Labbadia

Schiedsrichter: Deniz Aytekin (Oberasbach)

Tore: 1:0 Szalai (9.), 1:1 William (41.), 1:2 Weghorst (69.), 1:3 Arnold (85.), 1:4 Weghorst (88.)

Zuschauer: 27.725

Beste Spieler: Grillitsch, Schulz - Arnold, Mehmedi

Gelbe Karten: Schulz (6), Kaderabek (6) - William (10), Arnold (7)

Besonderes Vorkommnis: Kramaric schießt einen Foulelfmeter an den Pfosten (15.)

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(ako/sid)
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