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Fußball-Bundesliga: Fortuna Düsseldorf spielt 1:1 beim FSV Mainz 05

1:1 in Mainz : Fortuna rettet absolut verdienten Punkt

Fortuna liefert eine gute Partie gegen einen schwachen Gegner ab. Die Elf von Trainer Uwe Rösler schafft es aber nicht, ihre Überlegenheit in Tore umzumünzen. Am Ende muss sich Düsseldorf mit einem Punkt begnügen.

Es sah nach dem nächsten heftigen Nackenschlag für Fortuna aus. Beim FSV Mainz 05 spielen die Düsseldorfer gegen desolat auftretende Hausherren gut, erzielen aber lange Zeit kein Tor. Nach 0:1-Rückstand heißt es dann aber immerhin noch 1:1 am Ende. Das scheint für Fortuna dennoch zu wenig im Kampf um den Klassenerhalt in der Fußball-Bundesliga zu sein. Durch das Remis bleibt der Abstand von den auf dem Relegationsplatz stehenden Düsseldorfern zum von Mainz belegten rettenden Ufer bei vier Punkten.

Rösler änderte vor 21.409 Zuschauern sein System leicht, wechselte vom 3-5-2-System zu einem 3-4-3, in dem Erik Thommy und Valon Berisha um die einzige echte Spitze Kenan Karaman herum spielten. Zudem rückte Niko Gießelmann in die Dreierkette, Markus Suttner spielte links im Mittelfeld. Was bedeutete, dass Rouwen Hennings, der Elf-Tore-Mann der Hinrunde, sich zunächst auf der Ersatzbank wiederfand.

Fortunas Trainer hatte sich vor der Partie festgelegt. Der Ausgang sei sehr wichtig, aber nicht entscheidend. Und Rösler forderte, dass seine Mannschaft „mit Feuer, aber kontrolliert“ auftreten müsse. Und sein Team gehorchte, zeigte direkt mit dem Anpfiff, dass es gewillt war, das Auftreten beim blamablen Pokal-Aus gegen den Viertligisten 1. FC Saarbrücken wiedergutzumachen. Nach einer kurz ausgeführten Ecke hatte Suttner die erste gute Torchance, sein Schuss ging aber genauso am Gehäuse vorbei wie der Versuch von Matthias Zimmermann eine Minute später.

Die Mainzer schauten nur zu, waren viel zu weit weg von ihren Gegenspielern und kamen so gar nicht in die Zweikämpfe. Erik Thommy hatte nach sieben Minuten die nächste riesige Gelegenheit zur Führung, doch der Ball rutschte ihm beim Volleyversuch aus acht Metern über den Fuß. Und als Gießelmann nach knapp einer Viertelstunde Spielzeit den nächsten Torschuss verzeichnete, hatte das Heimpublikum schon genug gesehen. Erste Unmutsbekundungen wurden laut, die beim Halbzeitpfiff in einem gellenden Pfeifkonzert mündeten.

Denn während Mainz bis zur Pause keinen einzigen Schuss zustande brachte, hätte Fortuna zwingend die Führung erzielen müssen. Suttner scheiterte aber nach schöner Vorarbeit von Karaman am gut reagierenden Robin Zentner im Mainzer Gehäuse. Und so konnten sich die Düsseldorfer für eine gute erste Hälfte auf die Schulter klopfen, doch sie mussten sich vor allem darüber ärgern, dass sie aus ihrer drückenden Überlegenheit mit reichlich Ballbesitz nichts Zählbares erzwangen.

Zur zweiten Halbzeit musste Mainz-Trainer Achim Beierlorzer seinen Torhüter austauschen: Für den am Knie verletzten Zentner kam Florian Müller ins Spiel. Und der Neue konnte sich nach nur drei Minuten direkt auszeichnen, indem er Thommys Schuss aus kurzer Distanz abwehrte.

Wer dachte, dass die Mainzer nach der Pause mit professionellerer Arbeitseinstellung zu Werke gehen würden, sah sich getäuscht. Fortuna blieb spielbestimmend, war wacher und gieriger in den Zweikämpfen. Allein: Fortuna machte im letzten Angriffsdrittel weiter zu wenig aus der Mainzer Ohnmacht.

Dann kam das, was in so einem Spiel einfach kommen muss: Mit dem ersten Torschuss gingen die Hausherren in Führung. Der eingewechselte Levin Öztunali drückte den Ball per Kopf über die Linie.

In der letzten Viertelstunde stand Fortuna nach einer Gelb-Roten-Karte gegen Jean-Philippe Mateta mit einem Mann mehr auf dem Platz und hatte weitere Chancen. Einen Patzer von Keeper Müller nutzte schließlich Kenan Karaman fünf Minuten vor Ende der regulären Spielzeit zum hochverdienten Punktgewinn.

Am kommenden Freitag – wenn die Bundesliga nicht wegen des Corona-Virus pausieren wird – steht schon das nächste enorm wichtige Spiel an: Die Fortunen empfangen den Tabellenletzten SC Paderborn – ein absoluter Pflichtsieg für die Düsseldorfer.

Statistik:

Mainz: Zentner (46. Florian Müller) - Pierre-Gabriel (46. Öztunali), Bruma, Niakhate - Latza, Barreiro (90. Fernandes) - Baku, Mwene - Onisiwo, Mateta, Quaison. - Trainer: Beierlorzer

Düsseldorf: Kastenmeier - Ayhan, Andre Hoffmann, Gießelmann - Stöger, Bodzek (74. Sobottka) - Matthias Zimmermann, Suttner (72. Hennings) - Berisha (78. Ofori), Thommy - Karaman. - Trainer: Rösler

Schiedsrichter: Harm Osmers (Hannover)

Tore: 1:0 Öztunali (62.), 1:1 Karaman (85.)

Zuschauer: 21.409

Beste Spieler: Zentner, Müller - Karaman, Zimmermann

Gelb-Rote Karten: Mateta wegen wiederholten Foulspiels (77.)

Gelbe Karten: Mwene - Stöger (3)

Torschüsse: 3:19

Ecken: 1:8

Ballbesitz: 38:62 %

Zweikämpfe: 87:98

Hier geht es zur Bilderstrecke: Mainz - Fortuna: die Bilder des Spiels