Intensives 2:2 Remis hilft Wolfsburg und Werder kaum weiter

Wolfsburg · Auswärtsfluch besiegt, Befreiungsschlag verpasst: Werder Bremen hat im fünften Anlauf der Saison erstmals auf fremdem Platz gepunktet, ein echter Schritt aus dem Tabellenkeller der Fußball-Bundesliga gelang dabei aber nicht.

 Wolfsburgs Jonas Wind (r) im Einsatz gegen Bremens Mitchell Weiser.

Wolfsburgs Jonas Wind (r) im Einsatz gegen Bremens Mitchell Weiser.

Foto: dpa/Swen Pförtner

Nach dem hochintensiven 2:2 (1:1) beim VfL Wolfsburg liegt das auswärtsschwache Team von Ole Werner nun vier Punkte vor dem Relegationsplatz 16.

Bundesliga 2023/24: Die Top-Torjäger der Liga - Kane, Guirassy, Boniface
40 Bilder

Die Toptorjäger der Liga

40 Bilder
Foto: AP/Martin Meissner

Marvin Ducksch per traumhaftem Freistoß (7.) und Rafael Borre (65.) trafen für Werder, dass sich für eine starke Leistung nur teilweise belohnte - und auch eine Schlussphase in Überzahl nicht zum Sieg nutzen konnte: Wolfsburgs Verteidiger Maxence Lacroix sah wegen wiederholten Foulspiels Gelb-Rot (88.). Vaclav Cerny (37.) und Kevin Paredes (59.) hatten zuvor schon mit ihren Toren etwas glücklich die vierte Wolfsburger Liga-Niederlage in Folge verhindert. Dennoch bleibt der VfL als Neunter im Tabellenmittelfeld hängen.

Eine perfekt ausgeglichene Bilanz im direkten Vergleich zwischen den Teams hatte bereits vor Beginn der Partie die Hoffnung auf ein umkämpftes Duell genährt. In 50 Bundesligapartien hieß der Sieger bis zum Sonntag bei zehn Remis 20 Mal Wolfsburg und 20 Mal Werder.

Zu Beginn waren es die Gäste, die mehr investierten, um diese Statistik auf ihre Seite zu zerren. Früh im Spiel verzückte Ducksch per Traumtor erstmals den stark auf die restlichen Ränge erweiterten Bremer Gästeblock. Der Topangreifer zirkelte einen Freistoß aus zentraler Position mit Hilfe des Innenpfostens zu seinem vierten Saisontreffer ins Tor.

In Spiel eins nach der Bekanntgabe des Rückzugs von Sport-Geschäftsführer Frank Baumann, der den Klub im kommenden Sommer nach knapp 25 Jahren verlassen wird, war Werder auch im Anschluss dominant, wurde aber vor der Pause kalt erwischt. Kurz nachdem Wölfe-Keeper Pavao Pervan Romano Schmids gefährlichen Versuch aus kurzer Distanz aus dem Eck gekratzt hatte, traf Cerny nach schöner Vorarbeit zum überraschenden Ausgleich.

Mit dem überzeugenden Pokal-Erfolg über Titelverteidiger RB Leipzig im Rücken präsentierten sich die Wölfe im Anschluss deutlich bissiger. Sommerneuzugang Cerny verstolperte in einer nun engen Partie auf gutem Niveau nach Vorarbeit von Toptorschütze Jonas Wind sogar die mögliche Pausenführung.

Zu Beginn der zweiten Hälfte übernahm dann wieder Werder das Kommando - Duckschs Flugkopfball strich knapp am Kasten vorbei, Olivier Deman verfehlte per Flachschuss sein Ziel. Doch das Tor fiel erneut auf der Gegenseite. Nach toller Vorarbeit von Joakim Maehle und Lovro Majer drückte Paredes den Ball über die Linie.

Werder brauchte allerdings nur gut fünf Minuten um sich von dem Rückschlag zu erholen. Borre verwerte die perfekte Flanke von Mitchell Weiser gekonnt per Kopf.

(ako/sid)